Ralf Epple, Kohlberg. Die Airportchefs und die Gutachter haben natürlich recht. Eine zweite Startbahn ist einfach erforderlich, um das Fluggastaufkommen stemmen zu können. Aber: Der Flughafen Stuttgart befindet sich dann in der falschen Region! Wir haben ringsum Echterdingen, Bernhausen, Neuhausen, Scharnhausen und Plieningen. Ich arbeite im nördlichen Industriegebiet von Neuhausen und kann sagen, dass je nach Witterung und Flugzeug schon jetzt geradezu die Wände wackeln! Auf der Straße muss man seine Gespräche unterbrechen oder sich anschreien.
Eine zweite Startbahn kostet nicht nur 610 Millionen Euro, sondern eher Milliarden! Warum? Weil die Häuser der Anwohner zunehmend wertloser und unverkäuflicher werden. Gesundheitsschäden und Lärmdepressionen nehmen zu, der Kfz-Verkehr nochmals! In Zeiten, in denen Radfahrer ihr Gefährt alternativlos durch den langen Flughafentunnel schieben müssen, eine irrsinnige Diskussion. Es geht nur ums Geld, nicht um die Menschen. Auf der anderen Seite werden private Baumwiesen in ganz Baden-Württemberg von den Landkreisen zu Biotopen enteignet, ohne Rückfrage und Information der Besitzer. Irgendwie muss man ja Ausgleichsflächen schaffen. Man sollte erst mal eine Kerosinsteuer von mindestens zehn Prozent erheben, damit auch mehr auf die Alternative Bahn umgestiegen werden kann, denn die erzeugt 75 Prozent weniger CO2. Und wenn dann immer noch so viele Flugzeuge benötigt werden, bauen Sie Ihre zweite Startbahn, aber bitte woanders.
Leserbriefe | 31.01.2026 - 05:00
40.000 Zwangsarbeiter in Stuttgart
Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mehr Zwangsarbeiterlager als Haltestellen in Stuttgart“ vom 16. Januar.
Im Zweiten Weltkrieg wurden Arbeiter aus den eroberten Ländern nach Deutschland gebracht, damit all die Rüstungsgüter produziert ...
Leserbriefe | 29.01.2026 - 05:00
Politik und Kirche trennen
Eugen Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Lieber Diplomaten statt Soldaten schicken“ vom 26. Januar.
Auf dem beigefügten Pressefoto sind der Co-Bundesvorsitzende und die Landtagskandidatin der Partei Die Linke vor dem Altar mit dem Altarkreuz abgebildet. ...
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