Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mehr Zwangsarbeiterlager als Haltestellen in Stuttgart“ vom 16. Januar.
Im Zweiten Weltkrieg wurden Arbeiter aus den eroberten Ländern nach Deutschland gebracht, damit all die Rüstungsgüter produziert werden können, die für den Krieg an allen Fronten dringend gebraucht wurden. Allein nach Stuttgart wurden 40.000 Menschen geschleppt, die als Zwangsarbeiter bis zur tödlichen Erschöpfung schuften mussten. Die Unterbringung war erbärmlich und die Ernährung reichte gerade, um die Arbeitskraft möglichst lange ausbeuten zu können. Die Erinnerung an diese Kriegszeit wird jetzt von einem Arbeitskreis aufgearbeitet, der aus den „Stolperstein-Initiativen“ entstanden ist und über dessen Arbeit und Ziele in dem Artikel von Franz Rothfuß ausführlich berichtet wird. Darin wird auch erwähnt, dass Daimler Benz als erste deutsche Firma überhaupt das Kapitel Zwangsarbeit aufbereitet hat und darüber 1994 ein Buch veröffentlicht hat, in dem steht: „Die Firma beschäftigte 1932 9000 Menschen. 1943 fertigten 65.000 Menschen Rüstungsgüter. Die Hälfte davon Zwangsarbeiter.“ Also circa 32.000 gezwungene Menschen allein beim Daimler für Auf- und Nachrüstung im Kriegsjahr 1943. Ab Mai 1945 galt dann der deutsche Schwur „Nie wieder Krieg.“ Aber 80 Jahre später wird wieder massive Aufrüstung in Politik und Medien propagiert, damit Deutschland „kriegstüchtig“ wird. Doch der Schwur gilt weiter für die Mehrheit der Menschen, die Frieden wollen – immer noch und überall.
Leserbriefe | 29.01.2026 - 05:00
Politik und Kirche trennen
Eugen Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Lieber Diplomaten statt Soldaten schicken“ vom 26. Januar.
Auf dem beigefügten Pressefoto sind der Co-Bundesvorsitzende und die Landtagskandidatin der Partei Die Linke vor dem Altar mit dem Altarkreuz abgebildet. ...
Leserbriefe | 29.01.2026 - 05:00
Wer ist hier wirklich willkommen?
Christof Schnitzler, Nürtingen. Zum Leserbrief „Sachlichkeit statt Spitzen“ vom 22. Januar.
Ich habe in der Podiumsdiskussion eine Situation geschildert und dem Kandidaten Felix Schneider eine Frage gestellt: Ein junger Freund von mir ist ...
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