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Leserbriefe

Es geht um die Sicherheit des Westens

26.07.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Emil Neuscheler, Neckartailfingen. Zum Artikel „Regierung will Neuanfang im Verhältnis zu USA“ vom 12. Juli. Es war noch nie falsch zu wissen, was andere vorhaben, sei es in der Nachbarschaft, bei Völkern oder Staaten. Unkenntnis kann sogar gefährlich sein, wie die Geschichte immer wieder beweist. Deshalb überziehen unzählige Netzwerke unseren Globus nur mit einem Ziel, die geheimen Zukunftspläne der Regierungen und Institute für den eigenen Auftraggeber sichtbar zu machen, auf Deutsch Spionage. Es sind alle mit Rang und Namen und den verschiedensten Interessen daran beteiligt.

Auch wir haben unsere Agenten vor Ort und zwar in den Zentren der Macht, denn nur dort wird über wichtige Maßnahmen entschieden. Deshalb konzentrieren sich die Spionagezentren aller Couleur in Berlin. Dem amerikanischen Geheimdienst ist der größte Lapsus der Branche widerfahren, er wurde von Überläufern enttarnt, auch mit pikanten Details der BRD. Die Wogen in Deutschland gingen und gehen hoch, obwohl es sich nur um wertloses Zeugs handelt und kein Gefahrgut ist.

Es wird in den Kommentaren und Rubriken auf unsere Freundschaft hingewiesen obwohl sie seit etlichen Jahren Schaden genommen hat. So lupenrein ist das Verhältnis nicht mehr. Wir hatten einen Kanzler, der mehr Wert auf die Beziehungen zu Moskau statt auf Washington legte, wir haben eine Linkspartei aus der DDR und die Piloten des 11. September 2001 trafen sich in Hamburg. Es wird höchste Zeit, die Diskrepanz zwischen deutscher Überempfindlichkeit und Yankee-Allüren zu beseitigen.

Wir sind auf die Amerikaner angewiesen und können uns eine Zerrüttung gar nicht leisten. Wir sind allein machtlos gegen den lauernden Islamismus, die friedensbedrohende Rückkehr Russlands zur Gewaltpolitik, ein gewaltig aufrüstendes China, eine iranische Atommacht und den Krieg in Gaza. Wir können den Exodus aus Afrika und dem Nahen Osten nicht allein stemmen. Wir brauchen zumindest deren Überwachung, wenn wir nicht eines Tages vor der Pleite unseres Sozialsystems und vor unliebsamen Überraschungen wegen Unterwanderung stehen wollen.

Das alles scheint die Deutschen wenig zu interessieren, wenn aber immer wieder neue Empörungswellen über unsere amerikanischen Verbündeten hochbranden, dann scheint Deutschland das richtige Thema gefunden zu haben. Eine Erkenntnis ist unerlässlich, eine Binsenweisheit, global operierende Organisationen kann man nur mit weltweiter Abwehr zur Strecke bringen und dafür ist die Bundesrepublik zu wenig gewichtig. Grundsätzlich gilt: sei es deutsche oder US-Spionage, es geht immer um die Sicherheit des westlichen Hemisphäre.

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