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Ergebnisse zählen, nicht schöne Worte

09.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Thaddäus Kunzmann, Nürtingen. Zum Leserbrief „Der Gockel und das Schulsystem“ vom 4. Juli. Welche Ehre! Herr Reinmar Wipper persönlich ist geneigt, die Diskussion mit mir zu suchen. Aber gerne doch. Wenngleich: Es zählen die besseren Argumente. Und nicht die stärkere Rhetorik. Einverstanden?

Wenn das baden-württembergische Schulsystem so selektiv wirkt und junge Menschen diskriminiert, warum verlassen dann bei uns am wenigsten Schüler die Schule ohne Abschluss? Warum gibt es nirgendwo so wenige junge Menschen ohne einen Berufsabschluss? Und warum hat Baden-Württemberg die bundesweit niedrigste Jugendarbeitslosenquote? Übrigens nach Holland auch die niedrigste in der ganzen EU!

Das heißt doch: In Baden-Württemberg erhalten Schüler eine gute Schulbildung. Sie ermöglicht es ihnen, eine weiterführende Schule zu besuchen, zu studieren oder erfolgreich eine Ausbildung zu absolvieren. Wenn das Gesamtschulsystem, das in ehemals SPD-regierten Bundesländern weit verbreitet ist, besser ist als unser gegliedertes Schulsystem: Woher kommen dann diese Erfolge? Und wo kann die Gesamtschule diese Leistungen vorweisen?

Es ist das eine, die Theorie zu bemühen. „Selektierung“ ist so ein Vorwurf an das gegliederte Schulsystem. Aber in Wahrheit wird doch nicht in Baden-Württemberg selektiert. Sondern dort, wo Kinder in eine Schulform gepresst werden, in die sie nicht passen. Und sie dann hinterher mit ihren Problemen im Stich gelassen werden.

Da kann Herr Wipper noch so sehr seine Weisheit herausstellen: Am Ende zählen die Ergebnisse und nicht die schönen Worte!

Leserbriefe

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