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Endlich wieder normaler Umgang

06.06.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Pilsl, Großbettlingen. In seiner aktuellen Corona-Bürgeransprache sagte unser Ministerpräsident, dass uns das Tragen von Masken „in Fleisch und Blut“ übergehen müsse. Obwohl ich selbst zur Risikogruppe zähle, entsetzt mich seine Aussage. Das Phänomen „Covid-19“ hat weltweit Systemschwächen aufgedeckt und im März hatten wir sicherlich noch alle berechtigte Sorgen. Zum Glück zeigte sich schon im April eine positive Entwicklung, sowohl bei den Fallzahlen als auch bei der Krankheitsschwere.

Aber noch immer finden nur ganz wenige unserer Politiker den Mut, diese nun verfügbaren positiven Erkenntnisse angemessen neu zu bewerten. Und unsere Medien tun sich schwer, uns Bürger endlich aufatmen zu lassen. Und nun lässt sich unser Ministerpräsident hinreißen von einem „überdurchschnittlich ansteckenden und aggressiven Virus“ (?!) zu sprechen.

Die Berichte des RKI zeigen eindeutig, dass bei den aktuell jeweils mehr als 300 000 Tests pro Woche nur noch zwischen 1,5 Prozent und zuletzt 1,0 Prozent „vermeintlich Positive“ angezeigt werden. Dies bedeutet bei der bestätigten Mindest-Fehlerquote dieses Tests von 1,4 Prozent „Falsch-Positive“, dass dabei statistisch zwingend eine solche Größenordnung vermeintlich kranker Menschen irrtümlich „entdeckt“ wird, obwohl gar niemand infiziert ist. Das wird wegen dieser bekannten Ungenauigkeit des Tests niemals aufhören.

Wie lange also soll dieser Unsinn auf derart geringem Infektionsniveau noch fortgesetzt werden? Wie lange sollen wir alle noch wie hypnotisiert auf dieses Corona-Virus starren müssen? Haben uns die Bilder aus Wuhan, Bergamo und New York und das Worst-Case–Szenario eines einzelnen Virologen (Prognose Drosten: bis zu 1,1 Millionen Tote (!) in Deutschland) in nachhaltige Schockstarre versetzt? Ich wünsche mir, dass wir endlich wieder menschlich und vernünftig miteinander umgehen dürfen – anstatt einer Regelungs- und Verwaltungswut zu unterliegen, die beinahe wöchentlich unter Strafandrohung zunehmend dicke Regelwerke erlässt.

Leserbriefe

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