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Eine tiefgründigere Analyse ist notwendig

02.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Reinhard Schmid, Wendlingen. Zum Artikel „Corona ist kein städtisches Thema“ vom 25. April. Die Karte des Landratsamtes mit den Inzidenzzahlen zur Corona-Pandemie im Landkreis 314 ist kein großes Wunder. Hier werden nämlich Äpfel mit Birnen verglichen. Die Äpfel sind Teilkreise mit großer Bevölkerungszahl und die Birnen sind Teilkreise mit geringer Bevölkerungszahl. Das ist einfach erklärbar und da ist auch keine Spekulation im Spiel oder auch nur nötig.

Konkret: Jede einzelne Infektions-Inzidenz trägt in einem Kreis mit 2000 Einwohnern (etwa Kohlberg) mit 0,5 Promille bei, während sie in einem Teilkreis mit 100 000 Bewohnern (etwa Esslingen) nur mit 1/100 Promille beiträgt. Das ist ein Unterschied vom Faktor 50! Entsprechend hat der kleine Teilkreis mit einem Corona-Kranken umgerechnet bereits 50 Corona-Fälle pro 100 000 Einwohner, während der große Teilkreis im selben Fall eben erst einen Kranken unter 100 000 Einwohnern aufweist. Der Unterschied ist gewissermaßen der Quantensprung, den ein einzelnes Ereignis auslöst. Wo ist das Geheimnis?

Ein anderes Beispiel? Wenn in einem Paar der eine Partner an Corona erkrankt, dann weist dieses Paar umgerechnet auf 100 000 Personen eine entsprechende Inzidenzzahl von 50 000 auf! Ist das ein sinnvoller Vergleich mit dem kleinen Ort oder der großen Stadt?

Die mathematischen Relationen stimmen in jedem der genannten Fälle. Einen Vergleich des Corona-Risikos darf man trotzdem nicht durch einfache Betrachtung der Zahlen alleine machen, die sagen nämlich gar nichts! Insbesondere belegen sie keinen Schwerpunkt der Infektionen in den südlichen Teilkreisen! Für so eine Aussage ist eine viel tiefgründigere Analyse gefragt.

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