Leserbriefe

Eine alte Klamotte

21.09.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Valentin Schoplick, Schlaitdorf. Wir gingen unterhalb von Altenriet auf dem Sträßle zum Golfplatz spazieren (man muss es nicht tun). Statt der früheren langweiligen Stille empfing uns lebhaftes Treiben; statt der ekligen gelben Pflanzen (Raps) gab es einen gepflegten Rasen. Man konnte schöne Autos ansehen. Für Spannung war auch gesorgt: Ein Schild warnte vor umherfliegenden Golfbällen und verhieß Todesgefahr beim Betreten des Rasens eine Welt für sich. Und da stehen ein paar nutzlose Hölzer (Wald) in der Gegend herum, die dem Ausdehnungsbedürfnis der wenigen im Wege stehen. Weg mit dem Gerümpel! Die Tierchen finden schon eine Bleibe und die alten Kelten sind schon lange tot.

Jeder kann ja mit seinem Eigentum machen was er will. Zwar gibt es den Grundgesetzartikel14 (Verpflichtung des Eigentums für die Allgemeinheit), aber das ist eine alte Klamotte. Heute gelten Privatisierung, Liberalisierung, Zurückdrängen von Gemeinschaftsaufgaben: Das ist die Zukunft, Verzeihung, modern: the future. Ist es nicht unsere Aufgabe, dem Luxusbedarf der wenigen zu dienen, ist das nicht der neue deutsche Weg, oder, zeitgemäß ausgedrückt: The German way of life? Und: Our God is the Mammon.

Leserbriefe

Den Geschädigten Kraft wünschen

Erhard Springer, Wendlingen. Zum Artikel „Er sagte, ich solle keine Angst haben“ vom 12. April. Danke Matthäus Klemke und der Nürtinger Zeitung für die Veröffentlichung der schockierenden Geschichte zu einem weiteren mutmaßlichen Missbrauchsskandal sowie dessen zeitverzögerter Verfolgung durch…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe