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Ein Scheitern wäre das Beste

23.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Friedrich Sabelfeld, Nürtingen. Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Sie schonen die Umwelt, da sie keine Schadstoffe erzeugen. Sie verbrauchen bei ihrer Erzeugung keine Rohstoffe. Sie sollen die Atomkraftwerke ersetzen. Dies ist besonders wichtig, weil man bis jetzt noch kein Endlager für den hoch radioaktiven Atommüll gefunden hat.

Der Salzstock Gorleben erwies sich schon in den 70er-Jahren als völlig ungeeignet, doch unter der Regierung Kohl wurden Gutachten manipuliert und gegen jede menschliche Vernunft die weitere Erkundung durchgedrückt. Nun beginnt die Suche nach einem geeigneten Endlager von Neuem. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) ist für die Endlager-Suche auch in Süddeutschland, wo mögliche Endlagerstätten liegen könnten. CDU und FDP beharren aber darauf, den Salzstock Gorleben weiterhin zu erkunden. Es ist beschämend, wie verantwortungslos man mit den Risiken der Atomkraft umgeht.

Die vorhandenen Probleme werden verharmlost, vertuscht oder einfach ausgeblendet. Den Wählern schenkt man keinen reinen Wein ein. Besonders grob und schamlos hat sich die FDP benommen, indem sie den Wählern versprach, Steuersenkungen durchzusetzen – wohl wissend, dass dadurch die Staatsverschuldung noch weiter steigt. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft warnte die CDU und die FDP, dies zu tun. Die Steuersenkungen müssen gegenfinanziert werden, ansonsten wird es für die Wirtschaft sehr, sehr teuer. Steuerreform auf Pump hieße, dass die Staatsverschuldung noch weiter steigt, die Zinslast zunimmt. Es droht die Zinsfalle.

Es wäre wohl das Beste, meiner Meinung nach, wenn diese Koalitionsverhandlungen, dieser „Kuhhandel“, scheitern würden, denn eine Regierung, die nach dem Motto handelt „Gegessen wird jetzt, bezahlt wird später“ (aber auch nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“), darf es nicht geben. Das Volk Deutschlands hat dies nicht verdient.

Leserbriefe

Grüne verbieten keine Einfamilienhäuser

Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Das Ende des Einfamilienhauses“ vom 22. Februar. „Es ist einfach albern“ meinte Ministerpräsident Kretschmann dieser Tage, dass irgendjemand in Deutschland verbieten wolle, dass Menschen Einfamilienhäuser bauen dürfen. Und es ist nachweislich…

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