Schwerpunkte

Leserbriefe

Ein Hölderlinplatz am Lammbrunnen?

08.01.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Herbert Schaal, Nürtingen. Nürtingen, die Hölderlinstadt, so liest es sich auf Hochglanzbroschüren, wenn es um das städtische Marketing geht. Gerne und auch mit berechtigtem Stolz schmückt sich die Stadt mit Hölderlin, der einen Teil seiner Jugendzeit in Nürtingen im sogenannten Hölderlinhaus verbracht hat, obwohl diesem noch vor bis vor Kurzem der Abriss drohte. Aber warum sollte man zu Ehren Friedrich Hölderlins nicht auch einen Platz in unserer Stadt nach Hölderlin benennen so wie es in Stuttgart, Tübingen und anderen Städte schon längst Plätze gibt, die Hölderlins Namen tragen.

Der Platz um den Lammbrunnen würde sich als innerstädtischer Platz hierzu anbieten. Dieser Platz ist über eine längere Zeit hinweg entstanden. Ehemals kreuzten sich dort Straßen, unter der Linde haben zwei Marktfrauen in meiner Jugendzeit frisches Obst und Gemüse feilgeboten, anschließend haben dort Autos geparkt, und schließlich wurde der Lammbrunnen in die Fußgängerzone eingebunden.

Gleich westlich des Brunnens verlief eine Verbindungsstraße zwischen Kirchstraße und der Neckarsteige. Hier stand auch das prächtige ehemalige Kaufhaus Hauber. Ein stattliches Gebäude mit einer Architektur die seinesgleichen sucht. Spitzhacke und Bagger haben diese bauliche Kostbarkeit platt gemacht. Heute sieht man an dieser Stelle einen nicht gerade entzückenden Betonklotz. Eine städtebauliche Todsünde ebenso wie der viel gescholtene Abriss des Steinernen Baus. Dies sind mahnende Erinnerungen, was eine verfehlte Stadtplanung zerstören kann, wenn man blindlings dem Zeitgeist hofiert.

ln den letzten Jahren hat der Platz am Lammbrunnen Gestalt angenommen, er ist belebt, beliebt und hat eine nahezu romantische Aufenthaltsqualität, wo auch junge Familien gerne verweilen. Ein wunderbarer Platz inmitten unserer Stadt, wo man bei einem Eis unter der lauschigen Linde mit den weitläufigen Sitzelementen verweilt und das Plätschern des Lammbrunnes hört. Nur fehlt dem Platz noch ein Name. Warum nicht Hölderlinplatz nach dem großen, bekannten Sohn unserer Stadt?

Leserbriefe

Unverhohlene Parteibrille

Wolfgang Niefanger, Oberboihingen. Zum Leserbrief „Umstiegsfantasien helfen da wenig“ vom 7. Januar. Es ist ja bekannt, dass Missionierende per se alles besser wissen und somit auch immer recht haben (müssen).

Nun ist Maike Pfuderer ja nicht irgendeine Zeitungsleserin, sondern im…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe