Schwerpunkte

Leserbriefe

Ein böses Spiel

26.04.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eva Helmschmidt, Stuttgart. Zum Artikel Um Begrenzung von Flurschaden bemüht vom 19. April. Wann ist man eigentlich jung, wann alt und wer entscheidet und beurteilt das? Ich kenne Herrn Nauendorf auch von der Veranstaltung zur Verleihung des Eies der Heckschnärre. Ich habe einen Mann erlebt, der lebhaft, vital und überzeugend durch die Veranstaltung führte, sie kompetent auf die Beine stellte und hochkarätig besetzte. Nun lese ich, dass er einem Jüngeren Platz machen musste, unfreiwillig, und dies auch noch mit unfeinen Methoden durch seine Fraktionskollegen. Verständlich ist mir das nicht. Dr. Wetzel erklärt, er sei von dem Entschluss Nauendorfs vollkommen überrascht worden. Hat er nicht vier Wochen vorher dasselbe getan und seinen Vize vor vollendete Tatsachen gestellt? Worüber regt er sich auf?

Warum und vor allem wann muss ein verdienter Kommunalpolitiker kaltgestellt werden, wann kann auf sein Wissen und seine Erfahrung verzichtet werden? Wer beschließt und verfügt, wann jemand zu alt ist und ersetzt werden muss? Sollte das Schule machen, kann einem vor der eigenen Zukunft Angst werden. Ist es nicht entscheidend, wie man sich fühlt, was man mit Engagement und Freude tun kann und will? Leistungsfähigkeit reicht heute glücklicherweise oft bis in ein hohes Alter hinein.

Können wir es uns eigentlich leisten, auf dieses Potential zu verzichten? Alter fängt im Kopf an. Die Zahl der Jahre spielt dabei nur eine Nebenrolle. Drastischer gesagt, manche Menschen sind nie wirklich jung und was für sprühende, lebensfrohe, einfach junge Achtzigjährige gibt es!

Außerdem und nebenbei: für einen Sechsjährigen ist schon ein Dreißiger alt! Spannend ist für mich noch die Frage, wie baut man einen Jüngeren mit Erfolg auf; und wer ist wir? Und was ist, wenn er mit Erfolg aufgebaut ist? Ist dieser Jüngere eigentlich willenlos, hat er keine Meinung zu dieser Instrumentalisierung? Mit Verlaub, für mich ist das ein böses Spiel!

Leserbriefe

Gut dotierte Beamtenposten

Albrecht Dürner, Neckartailfingen. Zum Artikel „Lukrative Beamtenstellen“ vom 4. Mai. Ein sehr zweifelhaftes Vorgehen der noch amtierenden Bundesregierung wird beschrieben.

Schaffung von zusätzlichen B 8-Besoldungsstellen – 71 an der Zahl – dotiert mit mindestens 8300 Euro monatlich, eher…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe