Leserbriefe

Diskussion Maria 2.0 satirisch gesehen

27.09.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eberhard Ellwanger, NT-Reudern. Satirischer Beitrag zur Diskussion über Maria 2.0. Wie wäre es denn, wenn sich unsere Bischöfinnen mit großer Sorge um die katholische Kirche an die Heilige Mutter in Rom wendeten? Die Sorge wäre begründet durch einen Aufstand der Männer namens Josef 2.0. Männer dieser aufrührerischen Aktion bekundeten, dass sie nicht mehr wie ihr biblischer Namensgeber nur folgsame Erfüllungsgehilfen göttlicher Pläne sein wollten. Sie verlangten eine „männlichere Kirche“ und eine Priesterinnenweihe für Männer! Keineswegs wären es Feinde oder Kritiker der Kirche, sondern treueste Gläubige, die bisher klaglos typisch männliche Dienste – wie das Schleppen der Möbel im Gemeindehaus oder am Zapfhahn beim Pfarrfest – geleistet hätten.

Dabei wüsste ja die Päpstin, dass eine Weihe von Männern theologisch wie kirchenrechtlich unmöglich sei. Auch die moderne Exegese könnte nicht widerlegen, dass Gott seinen Sohn ganz bewusst durch eine Frau auf die Welt kommen ließ – und zwar ausschließlich und ohne Mann! Zu Recht, wie die Bibel belegte! Waren es doch Männer, die den Gottessohn verurteilt, gekreuzigt, verraten und verlassen haben. Frauen, die bis zum bitteren Ende an seiner Seite ausgeharrt haben, wurden erste Zeuginnen der Auferstehung. Gäbe es einen deutlicheren Beweis, dass nur Frauen die charakterliche Eignung für die Weihe besitzen? Könnte sich zudem jemand einen Mann im liturgischen Gewand vorstellen? Im langen Kleid? Lächerlich! Und wie solle so ein Mann eine Predigt halten? Männer, die ihre Zähne nicht auseinander kriegten, um über ihre Gefühle zu reden?

Wie sollte dieses wortkarge Geschlecht dann erst in der Lage sein, über die Geheimnisse des Glaubens zu sprechen? Man könnte sich vorstellen, die Frauen in Rom würden in ihrer Not die Schweizerinnen-Garde nach Deutschland befehligen, um die Männer von Josef 2.0 in die Schranken zu weisen. Denn Josef brauchte kein Update! Im Glauben gefestigte Männer dienten dankbaren Herzens der Kirche – wie einst Josef aus Bethlehem gedient hat. Tja, wie wäre das denn?

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