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Die Wandlung des Herrn Schmiedel

06.12.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Klein, Unterensingen. Zum Artikel „Neue Spekulationen um Kosten von Stuttgart 21“ vom 3. Dezember. Nachdem nun aus Bahnkreisen eine erneute Kostensteigerung für Stuttgart 21 in Höhe von einer Milliarde bekannt wurde, hat der Fraktionsvorsitzende der SPD, Herr Schmiedel, bekannt als „Leibwächter“ der Bahn, eine 180-Grad-Drehung vollzogen! Herr Schmiedel verlangt nun, dass die Bahn diese Mehrkosten alleine zu tragen hätte, nachdem er noch vor ein paar Tagen einen neuen Kostentopf aufmachen wollte.

Ja was denn nun, Herr Schmiedel? Was soll man von solchen Politikern halten, die erst blind den Versprechungen der Bahn hinterherrennen und nun im gleichen Tempo in die entgegengesetzte Richtung marschieren. Wir Bürger haben die Lügen jetzt einfach satt und es muss nun Schluss sein mit diesem Fass ohne Boden! Nicht nur dass die Kosten für dieses sinnlose Projekt explodieren, nun wurde auch noch vom Stuttgarter Oberstaatsanwalt Häußler bestätigt, dass der tolle neue unterirdische Bahnhof weniger kann als der alte. Dies steht so bereits im 400 Seiten umfassenden Finanzierungsvertrag drin. Es handelt sich also um einen Rückbau der Schiene! Und auch die Grundstücke, auf denen jetzt noch die Schienen liegen, können nicht als Bauplatz für Luxuswohnungen dienen, da Privatbahnbetreiber die alte Bahninfrastruktur benutzen wollen.

Das allgemeine Eisenbahngesetz sieht vor, dass Schienen nicht abgebaut werden dürfen, wenn jemand diese weiterbenutzen will! Entsprechende Klagen laufen bereits mit guten Erfolgsaussichten. Herr Schmiedel wird nicht der letzte Politiker sein, der eine Kehrtwende hinlegt, um am Ende nicht bei den Verlierern zu stehen! In diesem Punkt sind alle Politiker – egal welcher Partei – gleich! Der kleine Mann wird die Zeche zahlen müssen, denn Europa lässt bereits grüßen. Auch hier wurden wir belogen! Die nächsten Tage werden sehr interessant werden und alle sogenannten Befürworter des Bahnprojektes S 21 sollten sehr genau hinsehen, ob sie noch auf der richtigen Seite stehen.

Es ist noch nichts gebaut worden und es wird auch in absehbarer Zeit nichts gebaut werden. Deshalb ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, die Notbremse zu ziehen! Falls es noch verantwortungsvolle Politiker geben sollte, müssen sie jetzt Schaden vom Volke abwenden.

Leserbriefe

Die Kosten des Afghanistan-Einsatzes

Rolf Weber, NT-Neckarhausen. Zu den Artikeln „Verlustreichster Bundeswehr-Einsatz“ und „Abruptes Ende eines langen Krieges?“ vom 15. April. Das deutsche Afghanistan-Engagement ist die Lebenslüge einer ganzen Generation von deutschen Politikern.

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