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Die Wanderer und die Biker

03.12.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dieter Clauß, Nürtingen. Zum Kommentar „Borniert“ vom 23. November. Oft bin ich mit den Kommentaren des Chefredakteurs dieser Zeitung einer Meinung. Die Stellungnahme von Dr. Christoph Reisinger zur Forderung, die Waldwege im Land für Radfahrer freizugeben, mag ich nicht teilen.

Gern würde ich den Anfangssatz seines Kommentars („Sind Mitarbeiter des Stuttgarter Landwirtschaftsministeriums irgendwann im Wald unterwegs?“) an ihn adressieren: War er irgendwann auf einem Wanderpfad im Wald unterwegs und musste, aufgeschreckt vom warnenden Klingeln eines oder mehrerer Biker, auf die Seite hüpfen, um auszuweichen? Und hat ihn dies in seiner Wanderlust nicht gestört?

Nein – auf Wanderpfaden hat der Wanderer Vorfahrt und das geht auf Wegen, „die schmaler als zwei Meter sind“ nur, wenn keine Räder unterwegs sind. Ich bin noch keinem Biker begegnet, der abgestiegen wäre, wenn er mir auf schmalem Weg entgegenfuhr.

Und deshalb finde ich die Haltung des Forstministeriums der Landesregierung völlig richtig, der Protestaktion der 57 000 Radler und Biker nicht zu entsprechen. Und diese Einstellung hat nichts mit „weltfremd“, „borniert“ oder mit „Frechheit“ zu tun.

Die Radsportler können doch herzlich gerne ihrer Fahrlust auf Fahrwegen frönen, die ein bisschen breiter sind. Da ist der Rad-Sport meinetwegen gut aufgehoben. Aber lasst uns Wanderern unsere Waldpfade, die dienen einem ganz anderen Zweck.

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