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Die Wahrheit verdreht

31.01.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Thaddäus Kunzmann, Nürtingen, CDU-Stadtrat. Zum Leserbrief „Gegen privaten Anbieter“ vom 29. Januar. Der Leserbrief von Peter Rauscher ist wieder mal ein Beispiel dafür, wie subtil Stimmung gegen andere geschürt wird. In Nürtingen will eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) zwei Kleinkindgruppen im neu bebauten Schöll-Areal eröffnen. Das Unternehmen („Mahale gGmbH“) betreibt in Ludwigsburg bereits eine Einrichtung. Ich habe mich bei meinen CDU-Parteifreunden in Ludwigsburg eingehend nach deren Erfahrungen mit dem Träger erkundigt. Diese sind positiv. In der Sitzung des Kulturausschusses hat Peter Rauscher auch keinerlei Kritik an der inhaltlichen Arbeit der Einrichtung geübt.

Also stellt er den Fall so dar, als wolle die Stadt Nürtingen Bildung „privatisieren“ und zwar an „gewinnorientierte“ Einrichtungen. Und zählt dann Erfahrungen mit börsenorientierten Unternehmen in Australien auf, die keiner von uns nachkontrollieren kann. Am Schluss bleibt also der Eindruck, in Nürtingen würde eine Einrichtung mit Steuergeldern eröffnet, deren Wert an der Börse gehandelt wird, die Dividenden an Anleger ausschüttet und nicht den Kindern, sondern den Aktionären verpflichtet ist.

Herr Rauscher verdreht die Wahrheit! Die gGmbH darf nicht gewinnorientiert sein. Sie darf keine Ausschüttung an Gesellschafter vornehmen. Erwirtschaftete Überschüsse verbleiben im Unternehmen – sprich den Einrichtungen. Das Unternehmen ist mittelständisch organisiert und nicht börsennotiert. Der Sitz ist Ludwigsburg und nicht Australien. Das Gesetz sieht ausdrücklich Einrichtungen dieser Art vor.

Kurz und knapp: Der Leserbrief von Peter Rauscher ist die klassisch-perfide Art, wie eine Einrichtung, die in Nürtingen arbeiten will, in den Schmutz gezogen wird. Und dies, ohne sachlich einen Einwand bringen zu können. Aus diesem Grund war die Einschätzung der Nürtinger Zeitung im Bericht über besagte Kulturausschuss-Sitzung vollkommen richtig: „Peter Rauscher, Nürtinger Liste/Grüne, meldete ideologische Bedenken an.“

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