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Leserbriefe

Die Vorteile halten sich in Grenzen

26.05.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Müller, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Bahn dringt auf Treffen“ vom 21. Mai. Nach allem, was man schon bisher über das umstrittene Projekt Stuttgart 21 erfahren hat, ist es mir immer noch rätselhaft, wie es noch Leute gibt, die das befürworten, es sei denn, sie hätten davon eventuell finanzielle oder sonstige Vorteile. Beim Vortrag von Herrn Hopfenzitz im Panoramasaal der Stadthalle kam doch deutlich heraus, dass das ganze Projekt lediglich eine Immobilienspekulation der Stadt Stuttgart und der bisherigen Landesregierung von Baden-Württemberg ist. Als Schwabe bin ich der Meinung, dass es bisher schon immer unsere Maxime war: entweder wir machen was richtig oder gar nicht, und wenn es sinnvoll ist, dürfte das Geld keine Rolle spielen. Dann dürfen bei einem solchen Projekt keine eingleisigen Strecken wie bei der Wendlinger Kurve und der Vaihinger Kurve sowie am geplanten Filderbahnhof eingeplant werden, die Gefahrensituationen und auf jeden Fall Fahrtverzögerungen verursachen.

Auch eine Trasse, die einen um circa 100 Meter höheren Scheitelpunkt erreicht als die bisherige Geislinger Steige, ist dann unsinnig. Wie Herr Hopfenzitz in seinem Vortrag schon erwähnte, sollte man dann doch gleich einen Alb-Basistunnel bauen, der von Weilheim bis Ulm unter der Alb verläuft.

Dann wäre wahrscheinlich überhaupt keine Steigung nötig und die Strecke auch für Güterzüge attraktiv, Das Gleiche gilt für die Einbeziehung der S-Bahn-Tunnel im Bereich von Leinfelden-Echterdingen, wo man nur aus Gründen der Kosteneinsparung den ganzen Verkehr aus der Bodensee-Region und der Schweiz durchfahren lassen will.

Im Übrigen bringt die Neubaustrecke für Nürtingen vielleicht eine Fahrzeitverkürzung um ein paar Minuten zum Flughafen gegenüber der bisherigen Verbindung mit SSB-Bus nach Bernhausen und von dort mit S-Bahn zum Flughafen. Wenn aber an der Wendlinger Kurve der Regionalexpress von Tübingen vor der Einfahrt auf das Gegengleis erst einen ICE aus der Gegenrichtung und womöglich noch einen aus Richtung Ulm vorbeifahren lassen muss, entsteht dort ein Aufenthalt vor dem Haltesignal und der Zeitvorteil ist verschwunden. Außerdem kann man von Nürtingen auf der alten Strecke nicht mehr direkt nach Bad Cannstatt fahren, da der Zug von Untertürkheim direkt nach Stuttgart fährt. Man müsste dann umsteigen und per Stadtbahn oder mit einem anderen Zug weiterfahren.

Leserbriefe

Grüne verbieten keine Einfamilienhäuser

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