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Leserbriefe

Die verschiedenen Roma-Gruppen

24.04.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Siegfried Oberth, Unterensingen. Zum Artikel „Helfen, zusammenhalten und erinnern“ vom 8. April. Die meisten Menschen in Nürtingen und Umgebung nehmen die Roma als Bettler in den Straßen der Innenstadt wahr. In der Zeit des Balkankrieges waren sie, sehr zum Ärger der Bevölkerung, massiv durch ihr aggressives (organisiertes) Betteln in Erscheinung getreten. Die Nürtinger Zeitung berichtete mehrfach. Durch meinen mehrjährigen Aufenthalt in Rumänien hatte ich die Gelegenheit, die Bevölkerung der Roma in Rumänien kennenzu- lernen. Es gibt drei Hauptgruppen: Handwerker – Hersteller von Kupfer-Arbeiten und Dachrinnen der allerbesten Qualität und Landwirte – Landwirtschaft und Viehzucht. Diese beiden Gruppen genießen ein hohes Ansehen und Wertschätzung in Rumänien und sind im europäischen Ausland kaum anzutreffen.

Die dritte Gruppe fällt vor allem durch ihre kriminellen Aktivitäten wie Diebstahl, Betrügereien, Geldwäsche und – verleihen zu exorbitanten Zinssätzen, organisierter und erzwungener Prostitution, Sozial- und Immobilienbetrug und so weiter, in Erscheinung. Mit dem „erwirtschafteten“ Geld bauen sie ihre kriminellen Netzwerke aus. Das zeigen Berichte über Goma Clan in Leverkusen. Sie bauen in Rumänien Paläste, die jeden Multimillionär arm erscheinen lassen. Diese Gruppe ist an einer Integration wenig bis gar nicht interessiert. Dort wo sie sich niederlassen, verursachen sie Probleme und Ärger der Bürger, der Stadtverwaltungen/Polizei (siehe zum Beispiel „Roma aus Osteuropa im Stadtteil Maxloh in Duisburg“). Zum Schutze der Roma der Gruppen eins und zwei und derer der Gruppe drei, die in ärmlichen Verhältnissen leben, ist eine differenzierte Darstellung wünschenswert. Übrigens, die Roma in Rumänien legen mehrheitlich Wert darauf Tsigani und nicht Roma genannt zu werden. Und sie sind stolz darauf Tsigani zu sein und wollen so genannt werden.

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