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Die Rente und die Solidarität

03.12.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Stefan Kromer, Wendlingen. Zum Artikel „Rentengeschenk auf Kosten der Jungen“ vom 13. November und zum Leserbrief „Politik sollte sozialen Frieden bewahren“ vom 22. November. Manfred Laukenmanns Appell an die Politik, durch die Stärkung der gesetzlichen Rente den sozialen Frieden zu erhalten, kann man sich als verantwortungsvoller Bürger nur anschließen.

Eines lässt mich aber in seinem Beitrag doch ziemlich ratlos zurück: Herr Laukenmann fordert die Abschaffung des Umlageverfahrens und eine Wiedereinführung der Kapitaldeckung. Wie kann man auf der einen Seite, absolut logisch nachvollziehbar, für unser Rentensystem plädieren, aber auf der anderen Seite glauben, dass Zinserträge eine nie versiegende Quelle wären?

Das Umlageverfahren ist die genialste Komponente unseres Rentensystems. Die Idee, dass die heute arbeitende jüngere Generation mittels Beiträgen die aktuellen Renten erwirtschaftet, ist aus meiner Sicht die solidarischste Errungenschaft unseres Landes.

Wer glaubt, kapitalgedeckte Altersvorsorge allein könne funktionieren, dem empfehle ich einen Blick über den Großen Teich zu werfen; oder nach Chile, dort hat man diesen Versuch bereits hinter sich.

Ich denke, dass die Finanz-, Banken- oder Staatskrisen der letzten Jahre deutlich gezeigt haben, dass man das Kapital nie zähmen kann. Zumindest nicht mit den uns derzeit regierenden Personen. Schon gar nicht sollte man seinen Lebensabend nur dem Kapital anvertrauen.

Leserbriefe

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