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Die Reden der Staatsoberhäupter

23.06.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Oskar Fausel, Frickenhausen-Linsenhofen. Zum Artikel „Der Tag der Tage“ vom 5. Juni. Unsere Bundeskanzlerin dankte bei der Gedenkfeier in der Normandie den Alliierten für die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus. Man müsse dankbar sein, dass die Alliierten solche Opfer gebracht haben! Dagegen sprach der französische Ministerpräsident Hollande vor seinen Veteranen.

Ich möchte den Mut der Deutschen würdigen, die auch Opfer des Nazismus waren und in diesen Krieg hineingezogen wurden, der nicht der ihre war und nicht der ihre hätte sein sollen! Das war die Wirklichkeit, unser ganzes Volk musste große Opfer bringen und Schreckliches erleben.

Aber wie war das damals bei der Invasion? Junge 18- bis 20-jährige deutsche Soldaten (heute Veteranen) kamen zum Einsatz. Ohne Rücksicht auf Verluste gegen einen materiell übermächtigen Gegner (Engländer, Amerikaner und Franzosen). Nun muss man hören, dass wir die Bösen waren. Von den anderen hört man überhaupt nichts. Im Krieg gelten eben andere Gesetze. Dazu sagt der Engländer: Ob Recht oder Unrecht, mein Vaterland! Wir dagegen beschmutzen unser eigenes Nest. Das haben unsere gefallenen Soldaten nicht verdient.

Aber bald gibt es keine Zeitzeugen mehr, die sich an jene Zeit erinnern und mahnen werden. Die Mehrzahl unserer Bürger will nicht mehr Mitspracherecht international. Auch keine Einmischung in Angelegenheiten anderer Länder und schon gar keine beziehungsweise noch mehr Einsätze im Ausland.

Es ist nicht das Alter, das die Menschen weise macht, sondern die Erfahrung, die das Leben mit sich bringt.

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