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Die Piusbrüder und die Schwulenparade

05.08.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Siegfried Pfeil, Neckartailfingen. Zum Artikel „Piusbrüder trotzen 200 000 Begeisterten“. Wenn man dieses lächerliche, kleine Häuflein der Piusbrüder und ihrer Anhänger am Samstag auf dem Marienplatz in Stuttgart gesehen hat, ist es nicht nachzuvollziehen, warum ihnen wegen ihrer menschenverachtenden Äußerungen gegenüber Andersdenkenden und -fühlenden so viel Platz in den Medien eingeräumt wird.

Die Piusbrüder nehmen für sich in Anspruch, den wahren Katholizismus zu vertreten. Wie soll der denn aussehen? Etwa so wie im Mittelalter, als sich die Menschen vor Gott und Kirche gefürchtet haben? Wo Andersdenkende und -fühlende durch die kirchliche Inquisition gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden? Wo die katholische Kirche zu heiligen Kreuzzügen (also zu Kriegen) aufgerufen und damit Leid und Elend über die Menschen gebracht haben? Und wenn die Piusbrüder sich dafür hergeben und das Dritte Reich ins Gespräch bringen, müssen sie sich fragen lassen, ob sie im Gegenzug den Nazis nicht dankbar dafür sind, weil diese auch Homosexuelle in Konzentrationslagern gefoltert und umgebracht haben.

Pater Steiner, der Homosexualität für unvernünftig hält, weil keine Kinder gezeugt werden, sei gesagt, dass wohl somit auch das Zölibat unvernünftig ist . . . oder? Sie sollten mit ihrer herabwürdigenden und beleidigenden Hetze gegen Homosexuelle aufhören. Sie schaden sich nur selbst damit, denn die mündigen und weltoffenen Menschen lassen sich davon nicht mehr beeindrucken. Zum Abschluss meiner hier niedergeschriebenen Gedanken sage ich: „Gott liebt uns alle – auch die Piusbrüder“.

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