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Die PID und die Elternverantwortung

13.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Gerhard Steigerwald, Nürtingen. Zum Artikel „Ja zum Recht auf ein gesundes Kind“ vom 8. Juli. Bei dem Streit um die PID kommt die Verantwortung der Eltern für die Entstehung neuen Lebens kaum zur Sprache. Ich denke vor allem an Eltern, die erblich schwer belastet sind und befürchten, dass sie bei einer normalen Empfängnis ein behindertes Kind bekommen werden.

Manche werden nach der Entscheidung des Bundestages die Reagenzglasbefruchtung anstreben und durch die anschließende PID hoffen, ein gesundes Kind zu bekommen. Dabei muss man bedenken, dass bei einer erfolgreichen Aktion ungefähr 33 Embryonen vernichtet werden, die sich zu einem Menschen entwickeln könnten. Der Weg zum Wunschkind ist also mit über 30 Leichen, und dazu noch eigener Kinder, gepflastert.

Die hauptsächliche Verantwortung für diesen Weg liegt bei den Eltern. Doch fast ebenso große Verantwortung lastet auch auf den Ärzten, die diese Möglichkeit anbieten und durchführen. Dürfen schwer belastete Eltern überhaupt einen solchen Weg gehen? Es ist doch eine ethische Entscheidung, die hohen Respekt verdient, wenn belastete Eltern aus Verantwortung für ein behindertes Kind auf einen solchen Weg verzichten und kinderlos bleiben oder sich für eine Adoption entscheiden, weil sie die PID für ethisch verwerflich halten.

Leserbriefe

Warum Angst bis zur Impfung?

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Corona-Impfung: Wo stehen wir?“ vom 12. September. Auf dem neoliberalen Markt ist ein weltweiter Wettbewerb entbrannt um die vielen Milliarden, die für die Forschung nach Impfstoffen gegen ein angeblich neues Virus mobilisiert wurden. Auch das…

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