Leserbriefe

Die Migranten und das WM-Aus

05.07.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Andreas Melcher, Frickenhausen. Zum Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft aus dem WM-Turnier 2018 am 27. Juni in Kasan: Das Spiel war noch nicht abgepfiffen, da begann schon die Suche nach den Schuldigen. Dafür kommen in Frage: der Bundestrainer (aber natürlich nicht seine 82 Millionen Kollegen . . .) und die Spieler (aber natürlich nur die mit „Migrationshintergrund“).

Doch einen weiteren interessanten Aspekt möchte ich hier einmal auf ironische Weise zu bedenken geben: Der deutsche Angriff hat in Russland einfach noch nie funktioniert! Das war schon vor 75 Jahren so, und daran hat sich bis heute nichts geändert.

In diesem Zusammenhang ist die Meinung mancher der 82 Millionen Bundestrainer, man solle einfach auf Spieler mit „Migrationshintergrund“ verzichten, gar nicht so abwegig: ohne diese Spieler hätte sich Deutschland nämlich gar nicht erst qualifiziert, und das ganze Elend wäre uns erspart geblieben! Aber leider taucht da ein neues Problem auf: was ist eigentlich ein „Migrationshintergrund“?

Schließlich kamen die Vorfahren von uns allen, auch die der größten Rassisten, einst aus Afrika.

Leserbriefe