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Leserbriefe

Die Macht der Bilder und die Querdenker

14.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eva Böttigheimer, Neuffen. Zum Artikel „Nach Querdenken-Demo verlangen Politiker Aufklärung“ vom 9. November. Nachdem ich selbst an mehreren „Querdenker -Demos“ teilgenommen habe, die allesamt total friedlich waren, konnte ich kaum glauben, was diese Überschrift suggeriert, nämlich dass die Teilnehmer der Demo Polizisten und Journalisten angegriffen hätten. Dazu wird gleich noch ein Bild geliefert, das allerdings gar nicht zur Querdenker-Demo gehört, sondern zu den linksradikalen Ausschreitungen in Leipzig-Connewitz. Das erschließt sich aber nur dem, der auch die Bildunterschrift liest.

Die Macht der Bilder: Querdenken und Randale scheinen zusammenzugehören. Dazu passt auch die fett gedruckte Zwischenüberschrift: „Die Scheiben eines Polizeipostens wurden mit Steinen beworfen.“ Erst im allerletzten Abschnitt wird dann aufgeklärt, dass es „Unbekannte“ waren und übrigens in Connewitz – nicht auf dem Augustusplatz, wo die Demo stattfand. Warum werden Sachverhalte so verfälscht dargestellt? In derselben Ausgabe wird berichtet, dass Herr Strobl Quarantäneverweigerer in eine Klinik einweisen will, obwohl – wie im selben Artikel berichtet wird – dem Land überhaupt keine Zahlen zu den Verweigerern vorliegen. Ohne Fakten wird mit Freiheitsberaubung gedroht. Was geht in unserem Land nur vor?

Leserbriefe

Russland und der Westen

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Erweiterung der Nato war nicht vorgesehen“ vom 14. November. Harmoniesoße über einen Wortbruch zu gießen macht ihn nicht besser. Absprachen und Versprechen haben durchaus in der Politik ihre Bedeutung. Da helfen auch keine Wortklaubereien. Wie…

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