Leserbriefe

Die Jugendarbeit in Nürtingen

01.03.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Michael Medla, Nürtingen. Zu den Sonderseiten über die aktive Jugendarbeit am 22. und am 24. Februar. In dieser Zeitung wurde das zahlreiche Engagement von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unserer Gesellschaft beleuchtet. Sind heutige Jugendliche und junge Erwachsene wie oftmals dargestellt gänzlich egoistisch, apolitisch und ohne Gemeinwohl-Sinn? Wohl kaum.

Zwar wird soziales Engagement durch scheinbare gesellschaftliche Vorgaben, wie den schnellen Drang auf den Arbeitsmarkt zu kommen und eine möglichst aufpolierte Vita vorzeigen zu können, oder „verschultere Studiengänge“ und anstrengendere Schulformen wie G8, eher erschwert, statt wirklich gefördert zu werden.

Dennoch sind deutschlandweit Hunderttausende Jugendliche und junge Erwachsene ehrenamtlich aktiv und engagieren sich in Sportvereinen, der sozialen und kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit, Musik, Kunst, Politik, Feuerwehr und vielem mehr. Dort erfahren sie gesellschaftliche Werte, entwickeln ein soziales Bewusstsein, knüpfen Freundschaften mit Menschen, die ihnen im sonstigen Alltag nicht begegnen würden und treten für ihre (verbands- oder jugend-)politischen Interessen ein.

Meiner Meinung nach mehr als genug Gründe, sie auch in Nürtingen deutlich häufiger in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit zu stellen: Wie muss sich unsere Stadt entwickeln (ISEK), dass sich diese ehrenamtliche Arbeit weiterhin in Nürtingen ausbreiten kann? Welche Bedürfnisse haben die verschiedensten Vereine und Verbände? Auch der notwendige und sinnvolle Ausbau der Ganztagesschulen stellt Vereine und Verbände vor Herausforderungen. Welche Strukturen existieren? Welche Förderungen benötigen diese Institutionen, um Jugendarbeit und Schule zu verbinden?

Gesellschaftliches Engagement in der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit in Nürtingen gilt es zu koordinieren, indem entsprechender Netzwerke wie der Stadtjugendring gefördert und geeignete Beteiligungskonzepte entwickelt werden.

Leserbriefe

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