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Leserbriefe

Die Jugend von heute

16.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ewald Schüle, Neuffen. Zum Artikel „Ein Allheilmittel gibt es nicht“ vom 2. Juli. Das ist das Produkt unserer Politik mit der antiautoritären Erziehung. Bei uns hat es früher geheißen: „Kinder müssen so erzogen werden, dass sie mit fünf Jahren wissen, was sie tun dürfen und was nicht.“

Ich war bei einer größeren festlichen Veranstaltung, viele Leute waren versammelt. Zwei Buben im Alter von etwa acht bis zwölf Jahren sind umhergerannt und haben sich benommen wie die Wilden, haben ältere Leute fast umgerissen. Die junge Mutter stand daneben und hat sich dabei noch amüsiert. Eine bekannte Frau der Mutter sprach sie an und sagte zu ihr, ihre Kinder würden sich so nicht benehmen. Sie bekam zur Antwort: „Du bist selbst schuld, wenn deine Jungen so verklemmt sind.“

Ich musste beide Hände in die Tasche stecken und den Platz wechseln. Ich bin überzeugt, dass solche Jungen, wenn sie älter werden, später auch nicht verklemmt sind und solche Sachen produzieren, wie sie auf dem Bild vom Schulhof des MPG zu sehen sind.

Vor einigen Jahren machte ich mit meiner Frau eine Busreise nach Slowenien. Nach dem Abendessen im Hotel machten wir mit zwei weiteren Frauen noch einen Spaziergang auf einem schönen Waldweg. Auf einer Lichtung war eine größere Gruppe Jugendlicher versammelt (männlich und weiblich). Die Frauen wollten nicht mehr weitergehen. Ich machte ihnen Mut und sagte: „Umkehren können wir immer noch.“

Die Jugendlichen saßen im Kreis beisammen, unterhielten sich, rauchten und hatten Getränke vor sich stehen. Als wir näher kamen, standen sie auf, grüßten uns freundlich, und wir konnten ungestört durchgehen. Am anderen Morgen hatten wir vor der Weiterreise noch genügend Zeit, und so machten wir noch einen kleinen Rundgang. Wir kamen an der Stelle vorbei, wo am Abend die Jugendlichen saßen. Sie war sauber aufgeräumt, kein Papier, keine Zigarettenschachteln und keine Getränkedosen, nichts war zu sehen.

Wo findet man so etwas bei uns noch? Bei uns gleichen solche Plätze eher einer Mülldeponie. Ich finde, auch das ist eine reine Erziehungssache, und wenn man Kindern dies in jungen Jahren beibringt, muss man keinen Zwang ausüben.

Leserbriefe

Hektik beim Abbruch des Hölderlinhauses

Wolf Remppis, Nürtingen. Zum Artikel „Kran in der Neckarsteige“ vom 17. September. Der Abbruch des Hölderlinhauses hat begonnen. Die Arbeiten laufen bereits auf Hochtouren. Die Stadt Nürtingen hat es jetzt offensichtlich sehr eilig und will schnell Fakten schaffen, die nicht mehr rückgängig zu…

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