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Leserbriefe

Die Grünen und ihr Spitzenkandidat

05.10.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Der alternativlose Spitzenkandidat“ vom 13. September. Im Wahlkampf 2011 hat Winfried Kretschmann noch wahrhaft engagierte Reden gegen das unsinnige Projekt „Stuttgart 21“ gehalten und begeisterte Wähler gefunden, die später bitter enttäuscht wurden. Der erste grüne Ministerpräsident wandelte sich zum „kritischen S21-Begleiter“, der Mehrheit wichtiger findet als Wahrheit und seine Rolle als Landesvater und Freund der Autobosse und Tunnelbohrer liebte.

Die Jahre sind vergangen, S21 wird immer noch „begleitet“ trotz 482 Montagsdemos dagegen, die grünen Bäume im Schlosspark sind verschwunden und die Grünen selbst sind verblasst, aber zufrieden mit ihren Posten. Die Politikverdrossenheit wird immer größer und Parteien immer unerträglicher. Aber „Grün“ wurzelt immer noch bei den Menschen als etwas Gutes und Bleibendes – wie damals eben. Und deshalb bleibt bei Umfragen meistens nur Grün als Antwort – nachdem sogar die Linken manches Eigentor geschossen haben.

Bei all der eigenen Zufriedenheit und steigenden Umfragewerten haben die Grünen allerdings versäumt, für „frisches Grün“ zu sorgen. Nur deshalb muss jetzt der „greise Landesvater“ noch einmal ran und den „Mut zur Lücke“ beweisen, statt mit dem Enkel Sand zu schaufeln. Große Erleichterung bei allen Grünen, die danach auch noch mit weiter gestiegenen Umfragewerten beglückt wurden. Aber mit welchem Personal soll die „grüne Lücke“ eigentlich gefüllt werden, wenn aus Umfrage- sogar Wahl-Ergebnisse werden sollten wegen der Schwäche all der anderen Parteien? Welche Politik soll künftig eigentlich als „Grün“ gelten? Kriegshetze gegen Russland? Atlantische Bündnistreue bis zum Kadavergehorsam? Aufrüstung statt Frieden? Treueschwur zur Autoindustrie? Klima-Killer-S21 „begleiten“? Nur „Kretschmann for Future“? Oder gibt es noch mehr „grüne Triebe“ an dem Baum, der gerade in den Himmel wachsen will?

Leserbriefe

Impfpflicht leider ausgeschlossen

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Noch zu früh“ vom 26. Februar. Es ist ein sehr gewagtes „leider“ im letzten Satz des Kommentars „Noch zu früh“ von Markus Grabitz – Zitat: „Die Bundesregierung hatte ja eine Impfpflicht – leider – ausgeschlossen“: Als Journalist sollte ihm bekannt…

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