Leserbriefe

Die Grenzen des Wachstums

11.10.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Professor Dr. Karl-Josef Durwen, Nürtingen. Zum Leserbrief „Vom hohen Ross herabsteigen“ vom 5. Oktober. Man kann Frau Stoitzner nur zustimmen! Bereits 1972 erschien die internationale Studie „Grenzen des Wachstums“, die einen globalen Kollaps bis Mitte dieses Jahrhunderts prognostizierte. Es sei denn, die Menschheit strebe konsequent ein globales, ökologisches Gleichgewicht an, statt weiter auf Wachstum zu setzen. Dies erfordere „ein außergewöhnliches Maß von Verständnis, Vorstellungskraft und politischem und moralischem Mut“. Das, so schloss das Expertenteam optimistisch, könne jedoch geleistet werden.

1992 wurde die Simulation mit verbesserter Technik und den neueren Daten aktualisiert. Alle Wachstumsszenarien führten trotz der zögernd eingeleiteten oder zumeist erst geplanten Maßnahmen (Einstieg in Erneuerbare Energien, Recycling, Ökologischer Landbau, Ein-Kind-Politik in China und so weiter) erneut zu katastrophalen Ergebnissen. Nur die Modelle, die ein Gesamtpaket rascher und tiefgreifender Einschränkungen des Bevölkerungswachstums, Konsumverhaltens, Schadstoffausstoßes, Flächenverbrauchs und anderem voraussetzten, führten zur Vermeidung des simulierten Zusammenbruchs.

Wie rasch und tiefgreifend wir uns und die Welt seither veränderten, ist bekannt: Alle Verbrauchs-, Emissions- und Bevölkerungsdaten sind teils drastisch weitergestiegen.

Haben wir im seit der Prognose vergangenen halben Jahrhundert mit dem damals geforderten politischen und moralischen Mut gehandelt? Tun wir es heute, gleichsam nach der hoch verlorenen ersten Halbzeit? Nein, viele bezeichnen die jungen Menschen, welche zur zweiten Halbzeit auflaufen müssen, als Schulschwänzer und fordern von ihnen, die gar nicht unser Wissen, unsere Mittel und unsere Macht haben, konkrete Lösungen statt emotionaler Appelle. Wie arrogant!

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