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Die Gewinne der Bahn

04.04.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Bahn wickelt fast zwei Milliarden Fahrten ab“ vom 27. März. Die Bahn hat 1,5 Milliarden Euro Gewinn gemacht und damit das Jahreseinkommen von Bahnchef Grube auf 2,6 Millionen Euro gesteigert. Entsprechend profitiert haben natürlich auch die anderen Vorstände einschließlich Volker Kefer, der wegen S 21 allerdings nur noch verkniffen lächelt. Rüdiger Grube erhält aus Steuergeldern also circa achtmal so viel wie Kanzlerin Merkel. Dabei hat diese Zahlung kaum etwas mit einer besonderen Leistung zu tun, denn die Bahn hat gleichzeitig sieben Milliarden Subventionen erhalten, damit sie das Schienennetz und die Bahnhöfe sorgfältig pflegt und hegt.

Aber nix da: Die Bahn tut nur das Nötigste, legt weiter Strecken still, verkauft Bahnhöfe und lässt den Service im ganzen Land verkommen. Dafür nutzt die Bahn die Milliarden zum kostspieligen Ankauf von Firmen in der weiten Welt und für den „Gewinn“ in der Bilanz. Das ist ein ganz übles Spiel, mit dem das im Grundgesetz festgeschriebene „Wohl der Allgemeinheit“ missachtet wird und die Zukunft einer „Bahn für alle“ dem falschen Profitstreben einer Aktiengesellschaft geopfert wird.

Es gibt den Geschäftsbericht der Bahn, den Herr Grube mit stolzem „achtmal Kanzlergehalt“ vorträgt, und es gibt den „Alternativen Geschäftsbericht 2012“ von dem Bündnis „Bahn für Alle“, in dem bittere Wahrheiten gesagt werden, die aber wichtiger sind für unser aller Zukunft als ein Bonus für die Vorstände dieser Bahn.

Mit „Bahnchef“ Mehdorn fing der Irrweg zum DB-Weltkonzern an, und auch S 21 wurde im Größenwahn wiederbelebt. Mittlerweile ist S 21 auf dem Weg zum größten technischen und finanziellen Skandal in der Bahngeschichte. Aber im Geschäftsbericht des Bonus-Bahnchefs Grube wird S 21 nur am Rande erwähnt, obwohl es doch für die „Zukunftsfähigkeit Deutschlands“ so entscheidend ist, wie die Kanzlerin sagte im Pfeifkonzert auf dem Marktplatz in Stuttgart.

Leserbriefe

Bahnnetz-Ausbau ist zentrales Thema

Matthias Gastel, Filderstadt, Bundestagsabgeordneter Bündnis 90/Die Grünen. Zum Artikel „Viertelstundentakt nicht möglich?“ vom 16. November. Seit Jahren schon engagiere ich mich für einen besseren Bahnverkehr in unserer Region. Das weiß auch der Kollege Kenner (SPD) aus dem Landtag. Leider baut…

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