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Die Geschichte der Sudetendeutschen

11.09.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Kochwasser, Nürtingen. Zum Leserbrief „Die deutsche Vergangenheit“ vom 31. August. Leider wurde die „Aufruhr“ der Sudetendeutschen Partei von Herrn Ender nicht beschrieben. In der angesprochenen Zeit lebte ich mit meiner Familie (Vater Lehrer) in Nord-Mähren in der Kleinstadt Müglitz/March. Bis 1938 wurden von den Tschechen zahlreiche deutsche Schulen geschlossen und circa 2400 Lehrer entlassen. Die Kinder mussten tschechische Schulen besuchen.

Ein Verwandter studierte 1923 in der Handels-Hochschule in Leipzig. Nach Schulabschluss erlebte er die völkerrechtswidrige Tschechisierung. Zahlreiche Stellenbewerbungen wurden stets abgelehnt. Bei einer persönlichen Beschwerde bei der tschechischen Behörde wurde erklärt: Ein deutscher Student, der von einer reichsdeutschen Universität komme, könne kein loyaler Staatsbürger sein. Fertig!

Die sozialdemokratische Partei hat am 4. März 1919 zu einem Generalstreik aufgerufen. Warum? Die tschechische Besatzungsmacht hat den deutschen Bürgern die Wahl zum deutsch-österreichischen Nationalrat verboten. Die Sudetendeutschen hätten sich im Sinne der staatsrechtlichen Erklärung von 1918 aber beteiligen müssen. Bei den friedlichen Streiks in den Städten Kaaden, Sternberg und Kaplitz (Südböhmen) feuerte das tschechische Militär in die waffenlose Menschenmenge. Insgesamt gab es 54 Todesopfer und über 100 Verletzte. Zwischen acht und 83 Jahren.

Kann man die Sudetendeutschen verstehen, dass sie die Angliederung an das Deutsche Reich ohne Blutvergießen wünschten?

Leserbriefe

Es sind zu viele offene Baustellen

Hans Thaler, Aichtal-Grötzingen. Zum Artikel „Welche Themen interessieren im Aichtal?“ vom 12. September. Der Blick auf die letzten acht Jahre sowie in die Zukunft gibt Antworten. Kommunikation mit Bürgern – vor Ort bei Projekten, die Anwohner betreffen, oder in der Bürgerfragestunde, in der…

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