Leserbriefe

Die Extremisten bekämpfen

10.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Reinhardt, Neckartenzlingen. Zum Leserbrief Islam und Toleranz vom 6. Juli. Wie nur kommt Herr Kunzmann zu der Aussage, im Islam gäbe es keine Toleranz? Als der Islam Spanien beherrschte, blühte das Land auf, wurde führend in Europa und alle Religionen konnten sich völlig frei entfalten. Als die Christen Spanien zurückeroberten, begann eine blutige Christianisierung nach dem Motto Du lässt dich auf der Stelle taufen oder du verlierst Kopf und Leben! mit aller Härte. Wer war da tolerant?

Es war für die allerchristlichsten Könige von Spanien undenkbar, Moslems und Moscheen bestehen zu lassen; aber in allen muslimischen Ländern der Welt haben von Anfang bis heute christliche Gemeinden Bestand und Kirchenbauten gehabt und betrieben. Zeugt das von der Unfähigkeit des Islams zur Toleranz? Freilich gab es auch Kämpfe zwischen Muslimen und Christen im Orient, wie zwischen Muslimen und Muslimen auch. Auch Christen haben sich zeitweise blutig bekämpft (Bartholomäusnacht zum Beispiel). Aber nirgends ist das Christentum so gründlich ausgerottet worden wie der Islam in Europa.

Bei den Folterungen und den Todesurteilen während der Inquisition waren immer Priester dabei und unterstützten die Folterer mit ihren Gebeten. Waren sie Vertreter des Christentums? Wenn Mullahs Hetzreden halten und zum Dschihad aufrufen, finden sie bei uns gewaltiges Gehör. Die anderen Stimmen interessieren niemanden sie gibt es reichlich.

Die Frage, die hinter all dem steht, ist doch: ist der Islam eine gefährliche, unmenschliche Religion? Ohne Frage, die islamistischen Extremisten, die zurzeit von sich reden machen, sind aufs Äußerste gefährlich aber sie stehen man kann sich informieren keineswegs für den Islam. So wenig wie die amerikanischen Truppen im Irak für die Christen stehen. Die Extremisten muss man bekämpfen nicht den Islam. Andernfalls vergrößert man die Kluft und die Gefahr.

In Europa hat sich der Gedanke der Toleranz in heftigen Kämpfen gegen die Kirchen durchsetzen müssen. Toleranz ist keine christliche Tugend. Im Koran gibt es einige Stellen, die Toleranz verlangen. Was beweist die relativ große Zahl von Zuhörern bei Dr. Ulfkotte? Haben wir in Deutschland nicht schon größere Zuhörermengen gehabt bei höchst unseligen Veranstaltungen? Weiß Herr Kunzmann das alles wirklich nicht? Oder will er nur Stimmen einfangen?

Leserbriefe

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