Leserbriefe

Die EU hat uns Frieden gebracht

07.04.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Emil Neuscheler, Neckartailfingen. Wenn der türkische Präsident Erdogan die Kreuzzüge ins Heilige Land zu Barbarossas Zeiten als Affront gegen die EU benutzt, sollte er sich weiter mit der Geschichte befassen, denn nur wenige Jahrhunderte später standen die Türken vor Belgrad und Wien und das bestimmt nicht in friedlicher Absicht. Durch die kaiserliche Armee mit Prinz Eugen konnten sie vertrieben werden. Sein Nazi-Gefasel behandeln wir großzügig als Dummheit. Deutschland ist ein souveräner Staat und braucht keine Anweisungen von auswärts. Wir feiern in diesen Tagen den 60sten Jahrestag der Römischen Verträge und damit die Existenz der Europäischen Union (EU).

Diese segensreiche Vereinigung hat diesem Erdteil Friede, Freiheit und Fortschritt gebracht. Bei Aussöhnung der Rivalen zu beiden Seiten des Rheins über Millionen von Gräbern hinweg sollen besonders der französische Präsident de Gaulle und unser Kanzler Adenauer erwähnt werden. Die Begriffe „Erzfeind“ und „sal Boche“ sind heute aus dem Vokabular gestrichen. Es ist nicht zu leugnen, dass sich die Staatengemeinschaft in einer großen Krise befindet. Besonders sichtbar durch den Brexit der Briten, das griechische Desaster schwelt schon lange und hat keine Aussicht auf Besserung. Milliarden von Hilfsgeldern verschwinden ohne Reformen.

In weiteren Ländern sind Isolationsbestrebungen nicht zu übersehen. Durch den „First America“-Kurs des neuen Präsidenten Trump ist weltweit mit Störungen der Handelswege zu rechnen. Auf plumpe Art und Weise stört er die Beziehungen zwischen Alter und Neuer Welt. Er wird an sich selbst scheitern, aber Amerika zahlt den Preis. Noch ist die Bundesrepublik ein Bollwerk der Sicherheit in dieser turbulenten Welt. Sie ist ein Garant der Stabilität dank solider Industrie und Gewerkschaften und verantwortungsvoller Fraktionen im Bundestag.

Unsere Dominanz erzeugt natürlich Ressentiments in nah und fern. Ein gewisser Neidfaktor ist nicht zu übersehen. Aber lieber etwas zu viel als gar keiner.

Leserbriefe

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