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Die Diskussion kommt zu spät

18.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wolfgang Hummel, Frickenhausen-Linsenhofen. Zu den Leserbriefen „Entscheidung gegen den Ochsen“ vom 8. Juli und „SPD will den Ochsen erhalten“ vom 11. Juli. Zunächst möchte ich mich bei Herrn Schaible und Herrn Rahlfs für das Lob bezüglich meiner Offenheit bedanken. Mit Offenheit hat dies jedoch nicht viel zu tun. Als gewählter Gemeinderat habe ich nach bestem Wissen und Gewissen für die Gemeinde Frickenhausen zu entscheiden, dies habe ich auch im Bezug auf den Ochsen getan. Dabei spielt es für mich als Ortschaftsrat von Linsenhofen keine Rolle, wo in den drei Ortsteilen unserer Heimatgemeinde die Entscheidung zu treffen ist. Wenn also behauptet wird, Rätinnen und Räte aus den Ortsteilen würden mangels Interesse bei Entscheidungen, die Frickenhausen betreffen, sich nur mit „halber“ Kraft einbringen, ist das eine sehr primitive Aussage, die ich so nicht erwartet hätte.

Die Standortfrage jetzt in Frage zu stellen, kommt reichlich spät, zumal das Gremium nicht erst seit vier Wochen von der „Problematik“ des Gebäudes Ochsen Kenntnis besitzt. Wenn wir hier abrücken, dann haben wir die gleiche „Baustelle“ wie in der Mittleren Straße! Was spricht dagegen, mit einem neuen funktionalen Gebäude ein ortsbildprägendes Gebäude für unsere kommenden Generationen zu schaffen? Probleme hinterlassen wir eh schon genug, denke ich. Zu den Äußerungen von Herrn Rahlfs möchte ich Folgendes sagen: Richtig ist, dass im Ochsen eventuell ein Café und Studentenwohnungen untergebracht werden sollten. Das Zweite scheiterte (wer hätte es gedacht) an den räumlichen Gegebenheiten des Gebäudes! Was nicht stimmt, ist, dass im Gebäude Ochsen kein betreutes Wohnen untergebracht werden sollte. Der Architekt des Investors erläuterte uns diese Planung in nichtöffentlicher Sitzung, und der Punkt kam in der Mai-Sitzung unter der Drucksache 072 2009 auf die öffentliche Tagesordnung. Der Gemeinderat wurde ebenfalls informiert, dass im Gebäude Ochsen (aus baulichen Gründen, wer hätte es gedacht) nicht so viele Wohneinheiten zu realisieren sind wie in einem Neubau. Von Entscheidungen, basierend auf falschen Tatsachen, kann keine Rede sein.

Zu der Umfrage und den 1900 von der SPD verteilten Flyern habe ich bis dato noch nie ein offizielles Ergebnis zu Gesicht bekommen. Ich gebe Herrn Rahlfs recht, 209 Gegen- und 37 Stimmen für den Abbruch sind überwältigend! Ich frage mich, warum sind die restlichen 1653 Flyer erst gar nicht zurückgeflossen? Ich werde in einer der nächsten Sitzungen den Antrag stellen, den Ochsen für interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Besichtigung zu öffnen. Dann kann jeder sich sein eigenes Bild machen. Wäre schade, wenn wir unsere gute Zusammenarbeit in den Gremien aufs Spiel setzen würden. Das ist sicher nicht der Auftrag, den uns unsere Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stimme auf den Weg gegeben haben!

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