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Die Biogasanlage ist eine Chance

23.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sebastian Kurz, NT-Reudern. Stuttgart 21, der Große Forst, das Wörth-Areal und viele andere Projekte haben gezeigt, dass Veränderungen oftmals Befürchtungen und Ängste in der Bevölkerung auslösen – so auch die Biogasanlage in Nürtingen. Bei verschiedenen Veranstaltungen der Stadtwerke und der Bürgerinitiative „BISS“ informierte ich mich über Argumente, die für und gegen die geplante Biogasanlage sprechen.

Die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger in Nürtingen nehme ich als Oberbürgermeisterkandidat sehr ernst. Eine Meinungsbildung und die eigene Positionierung setzt allerdings eine ausführliche Informationsgrundlage voraus.

Am vergangenen Montag besuchte ich die Biogasanlage der Firma Refood in Schwallungen (Thüringen) und kann bei vielen Sorgen, die uns Bürger verunsichern, beruhigen. Im Wesentlichen geht es um die Geruchsemission und um die Verkehrsbelastung.

Die Betriebsbesichtigung hat in der Realität gezeigt, dass mit hoch modernen Filteranlagen und mittels Unterdrucksystemen eine Geruchsbelästigung für die Anwohner vermieden werden kann, dies zeigen sowohl Messungen, die Gespräche mit der Bürgermeisterin und den Anwohnern in Schwallungen und letzten Endes auch meine eigene Erfahrung vor Ort.

Auch die Verkehrsbelastung wird nicht massiv zunehmen, da bereits heute an der B 313 im Bereich des geplanten Standortes 20 000 Verkehrsbewegungen stattfinden. Da wird der Anstieg des Verkehrs auf der B 313 um 0,4 Prozent (50 bis 100 Lkw pro Tag) kaum wahrnehmbar sein. Im Übrigen hat der Rammerthof rund 400 Verkehrsbewegungen.

Was mich jedoch wirklich sehr verwundert hat, ist, dass viele Kritiker weder mit der Firma Refood, den Anwohnern oder der Stadtverwaltung in Schwallungen Kontakt aufgenommen haben oder sich vor Ort informiert haben. Sowohl die Stadtwerke als auch die Firma Refood haben mehrere kostenlose Fahrten nach Schwallungen angeboten.

Auf Grundlage der Informations- und Diskussionsveranstaltungen in Nürtingen, der Betriebsbesichtigung und den direkten Gesprächen mit Anwohnern bin ich zu der Meinung gekommen, dass die von den Stadtwerken und der Refood GmbH geplante Biogasanlage in Nürtingen ein wichtiger Schritt in die Zukunft ist. Jeder interessierte und besorgte Bürger sollte die Anlage in Schwallungen besuchen. Als OB-Kandidat werde ich gerne Fahrten nach Schwallungen organisieren und begleiten.

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