Leserbriefe

Die Altlast darf nicht verschwiegen werden

11.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Fröhlich, Frickenhausen-Tischardt. Zum Artikel „Wer trägt Schuld“ vom 5. Januar. Die Altlast der Sünden Deutschlands – verursacht durch den Nationalsozialismus – vor und während des Zweiten Weltkriegs kann und darf nicht verschwiegen werden. Die Suche nach den Schuldigen dieser Tragödie versandet heutzutage dennoch in der Gutgläubigkeit jedes Einzelnen. Nur die Erweiterung des Kulturhorizonts jedes Bürgers mag Aufklärung bringen, warum von der Welt tolerierter Fanatismus zum Holocaust und Totalkrieg führte und wie es in Deutschland zu so etwas kommen konnte. Diese Gewissheit gibt den Politikern heute noch die Kraft zur Aufklärung, dass Demokratie einen Gleichgewichtszustand ergibt, der die Menschen zum Meinungsaustausch führt und nicht durch Naziparolen den Frieden gefährden vermag. Als Nachklang dieser Epoche konnte Deutschland mit der Emsigkeit seines Volkes wieder aufgebaut werden und heute eine bedeutende Rolle im Wirtschafts-Finanzleben einnehmen. Leider hat der Einfluss der Amerikaner neue Vorbilder geschaffen und somit ist die ehemalige Gestalt vom „Land der Dichter und Denker“ ziemlich in Vergessenheit geraten und sogar unsere Muttersprache verliert langsam an Identität.

Wie mein Freund Reza Maschajechi, als emanzipierter Deutscher und Pazifist, mit Fragen zur Billigung von Gräueltaten im Iran gepeinigt, wurde auch ich in Argentinien als deutscher Halbjude mit Naziparolen konfrontiert.

Leserbriefe

Warum lehnt Israel die Vereinbarung ab?

Dieter Hiemer, Neckartailfingen. Am 10. Dezember soll der Globale Pakt für sichere, ordnungs- und planmäßige Migration von der UNO beschlossen werden. Fast hätte man von diesem Vorhaben gar nichts mitbekommen, hätten nicht die USA verkündet, dass sie diesem Papier niemals zustimmen würden. Durch…

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