Leserbriefe

Die Ärztekammer müsste eingreifen

03.01.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gerda Futter, Aichtal. In Aichtal gibt es vier von der Krankenkasse zugelassene Ärzte und eine Privatärztin, Frau Dr. Feller, und den Notdienst in Nürtingen. Über die Feiertage waren alle vier Ärzte im Urlaub und nur Frau Dr. Feller zu erreichen, welche jedoch nur Privatpatienten behandeln kann. Es kam über die Feiertage zu einer schlimmen Magen-Darm-Infektion im ganzen Aichtal und es war kein Arzt zu erreichen und der Notdienst nur schwach besetzt, und dieser ist außerdem für den ganzen Bezirk zuständig. Dies zur Vorgeschichte.

Mein Mann hatte im Dezember 2010 ein Hirn-Aneurysma und wurde im Mai 2011 als Risikopatient als Pflegefall nach Hause entlassen. Seitdem ging es schrittchenweise bergauf. Nun habe ich, Kassenpatient, über die Feiertage die schwere Magen-Darm-Infektion bekommen und habe keinen Arzt erreicht. Mühevoll habe ich bei der Apotheke eine Ferndiagnose gemacht und es wurden mir nicht verschreibungspflichtige Mittel per Boten gebracht. Zwischenzeitlich hatte ich meinen Mann angesteckt und wir waren beide gesundheitlich und nervlich vollkommen am Ende. Zum Glück ist mein Mann Privatpatient und ich habe Frau Dr. Feller angerufen und diese kam auch mehrmals täglich zu ihm und gab ihm Infusionen und Medikamente. Mir durfte sie jedoch nicht helfen.

Es ist doch unglaublich, dass es im sogenannten ordentlichen Schwabenland solche Schwabenstreiche gibt, und ich bitte alle in diesen Feiertagen Betroffenen, dass sie sich zur Wehr setzen, damit es im Jahr 2012 nicht wieder solche Pannen gibt.

Laut Gesetz gibt es keine Klassenunterschiede, aber in solchen Notfällen zeigt es sich, dass das nicht stimmt. Es müsste doch die Ärztekammer dafür sorgen, dass ein Mindestmaß an Ärzten zur Verfügung steht und eine Abstimmung unter den vier Ärzten stattfindet während der Urlaubszeit.

Leserbriefe

Nicht mit dem Glauben Politik machen

Walter Stückle, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Skepsis gegenüber türkischen Schulen“ vom 11. Januar. Jetzt ist es aber genug! Wird ernsthaft darüber nachgedacht, muslimische Schulen zuzulassen. Bei den Moscheen hat man schon den Fehler gemacht, dass dort nicht in deutscher Sprache gepredigt…

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