Schwerpunkte

Leserbriefe

Der Widerstand regt sich – endlich!

07.12.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Matthias Kohn, Aichtal-Grötzingen. Zu den Leserbriefen „Mehr Weitsicht statt grünem Populismus“ vom 25. November und „Falsche Fährte bei E-Fahrzeugen“ vom 3. Dezember. Mit den Leserbriefen werden endlich die Leute lauter, die zum einen erkannt haben, dass die E-Mobilität für die Masse eine Sackgasse ist und zum anderen zur Umweltverschmutzung in anderen Erdteilen beiträgt.

Die von Herr Hummel angesprochene Entsorgung der Batterien ist nach gesetzlicher Vorgabe dann erfüllt, wenn 50 Prozent der Batterie einer weiteren Verwendung zugeführt wird; aus Kostengründen nimmt man die Kunststoffhülle und der Rest wird verbannt. Im „Rest“ sind die teuren, aber kostspielig zu trennenden Rohstoffe enthalten. Warum, Herr Hummel, sind sie so zaghaft? Es ist der pure Populismus getrieben von Ideologie der Grünen und deren Ablehnung von allem, was nicht auf deren „Miste“ gewachsen ist, zu verdammen, zu unterdrücken, zu verbieten.

Mit dem Schlusssatz hat Jörg Hiller voll ins Schwarze getroffen: „Mehr Weitsicht und Ehrlichkeit würden unserer globalen Umwelt mehr helfen als grüner Populismus.“ Doch es scheint politische (grüne) Lenkung stattzufinden; im Frühjahr 2019 wurde die Drucksache 19/9227 in den Deutschen Bundestag eingebracht. Mit diesem Antrag sollte das Bundesimmisionsschutzgesetz geändert werden. Kerninhalt war die Zulassung von synthetischen Treibstoffen. Man kann in den Medien auch GTL-Treibstoffe, GTX-Treibstoffe, E-Fuels und so weiter lesen. Mit dieser Änderung wäre es möglich gewesen, Benzin, Diesel und Kerosin ohne Erdöl herzustellen und diesen Treibstoff an Privatpersonen zu verkaufen.

Doch Mitte November 2019 hat der „Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit“ mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen die Empfehlung an den Bundestag beschlossen, den Antrag 19/9227 abzulehnen. (Drucksache 19/15045) Mit der Zulassung dieser Treibstoffe würden wir binnen kurzer Zeit eine CO2-neutrale Ökobilanz erreichen.

Leserbriefe