Leserbriefe

Der Weg zur eigenen Mitte

01.04.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Max G. Bailly, Unterensingen. Zum Artikel „Die Reise in den inneren Kosmos“ vom 27. März. Ich habe mich gefreut, dass die Nürtinger Zeitung auf der Seite zum Wochenende dem Bericht von Udomar Rall über seine Erfahrungen auf einer intensiven Reise in den eigenen inneren Kosmos einen so breiten Raum geöffnet hat. Was Herr Rall beschreibt, ist sehr klar und zeigt in eindringlicher Weise, wie ein solcher Weg in die eigene Mitte zu tiefgreifenden Transformationen führen kann, auch zu Veränderungen der Sichtweisen auf die von uns scheinbar so sicher erkannte Welt. Jenseits aller Dogmen gibt es in allen Hochreligionen Wege wie das von Herrn Rall geschilderte Vipassana. Der Zen-Weg, der Weg der Sufis, die Kabbala und nicht zuletzt der uralte christliche Weg der Kontemplation seien hier als einige Beispiele erwähnt. Philosophia perennis, ewige Weisheit oder Wahrheit, nennt, unter anderen, Leibnitz diese Ebene, auf der die Suche nach Erkenntnis (der Weg der Mystiker aller Kulturen) in so etwas wie Erleuchtung oder eine an sich selber erlebte Einheitserfahrung münden kann. Zitat Wikipedia: „Ewige Wahrheiten werden seiner (Leibnitz) Auffassung nach nicht entwickelt, sondern sind von ,den Alten‘ schon vollständig ausgedrückt worden.“

Aufgabe der Philosophia perennis in diesem Sinn sei es, die Gemeinsamkeiten der Weisen, Propheten und Mystiker zu allen Zeiten und in allen Kulturen herauszuarbeiten und zeitgemäß zu formulieren. Mit welchen Mühen und Freuden eine solche Suche nach Erkenntnis verbunden sein kann, wird eindringlich in dem Bericht von Herrn Rall geschildert. Meine eigene Suche begann mit ähnlich intensiven Schweigekursen vor über 25 Jahren bei einem Benediktiner-Mönch und Zen-Meister, genauso lange existiert in Nürtingen in der Villa Melchior, Neckarstraße 13, im dritten Obergeschoss nun auch schon eine Meditationsgruppe, erwachsene Menschen, die sich regelmäßig zum Meditieren treffen (im Sommer sonntags von 8 bis 9.30 Uhr vormittags, im Winter von 18.30 bis 20 Uhr). Dabei ist es völlig offen, aus welcher Richtung oder Erfahrung die Teilnehmer und Teilnehmerinnen kommen. Das gemeinsame Schweigen hat eine tragende Kraft, wirkt sehr verbindend und ermutigt, nächste Schritte zu wagen. Diese Gruppe meditiert in einer einfachen und neutralen und sehr schlichten äußeren Form, jeder Suchende („gläubig“ oder „ungläubig“) kann dazukommen und einmal in der Woche für eineinhalb Stunden dem Atem folgen und nach innen lauschen. Neulinge sind immer willkommen, auf Wunsch kann eine kleine Einführung gegeben werden.

Leserbriefe

Der Abstand zu den Windkraftanlagen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Standorte in der Region vom Winde verweht“ vom 14. Juni. Wenn man den BW-Windatlas 2019 einmal anschaut, stellt man fest, dass darin für die betrachteten Windhöffigkeiten die maximale Nabenhöhe der Windkraftanlagen von 160 Meter auf 200 Meter angehoben…

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