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Leserbriefe

Der Verkehrsminister und die Bahn-Realität

07.12.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bernd Weber, Nürtingen. Zum Leserbrief „Meckern über die grüne Verkehrspolitik“ vom 28. November und dem Artikel „Für die meisten sind Bus und Bahn keine Alternative“ vom 3. Dezember. Der Leserbrief war inhaltlich eh schon recht dünn unterlegt und wurde vom Leitartikel geradezu zerpflückt. So steht im Kommentar noch ergänzend, dass die bevormundende Verkehrspolitik Hermanns beim Bürger nicht gut ankommt. So haben nur zwölf Prozent der Personen, die ihn kennen, eine gute Meinung von ihm. Dem kann man sich als Pendler nur anschließen. Gerade in der Coronazeit sollten viel mehr der verbliebenen Pendler auf den ÖPNV ausweichen, vor allem auf der Relation nach Stuttgart.

Herr Kunzmann hatte in vorausschauender Weise beschrieben, wie Hermanns Maßnahmen den Zugbetrieb Tübingen–Stuttgart und auch auf den anderen Relationen schädigen. In politischer und dogmatischer Impertinenz hat er dafür gesorgt, dass der Deutschen Bahn, bei der auch nicht immer alles gut war, die Konzession auf einigen Bahnstrecken entzogen wurde und sie an Unternehmen vergeben wurden, die das gar nicht leisten können. Da werden Unternehmen beauftragt, die das Zugmaterial gar nicht haben und auch nicht in erforderlichem Umfang beibringen können.

Dass man die Schließung der Bahnhöfe, die der DB gehören, die nicht stimmigen Einstiegshöhen, mangelhafte oder gar keine Auskünfte und schlicht die deutlich verringerte Zugkapazität nicht berücksichtigt hat, ist ein Skandal in Planung und Ausführung, für den der Verkehrs-Stalinist Hermann und seine Helfer die volle Verantwortung tragen. Dies lehnt er aber feige ab und schiebt die Schuld anderen zu.

In jedem anderen Unternehmen wäre er mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt worden. Es ist schade, dass er weiter auf dem Rücken der Pendler seinen Umerziehungsversuchen nachgehen kann. Die können ja morgens ruhig eine halbe Stunde stehen, laut seiner Aussage. Besonders schlimm ist es zu den Hauptverkehrszeiten, in denen man nicht sicher ist, ob der Zug kommt, wann er kommt oder wie viel Platz er bietet. Termine einzuhalten wird zur Glückssache, wenn man nicht eine Stunde vorher fahren möchte.

Da hilft auch alles Schönreden aus dem links- und genderorientierten Lager nichts. Einfach mal die Pendler fragen oder morgens in der Kälte auf den Zug warten. Die grüne Entscheidungsinkompetenz in diesem Bereich wurde im Kommentar deutlich erwähnt. Und bei aller Wertschätzung muss man eines berücksichtigen: Wer Kretschmann wählt, bekommt Hermann mitgeliefert.

Leserbriefe

Nawalny und das russische Volk

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Der besondere Blick auf Putin“ vom 11. Januar. Ei, was ist er doch für ein Tausendsassa, der „gute Russe Nawalny“. Russische „Gönner“ bezahlen seine Behandlung in Berlin. Welcher Art die wohl sind? 30 000 Dollar investiert er (woher kommt das…

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