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Der Schulbetrieb gehört reformiert

04.04.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reinmar Wipper, NT-Roßdorf. Warum muss der Schulbetrieb zuhause weiterlaufen, während überall das öffentliche Leben in die Knie geht? Hausaufgaben sind schon lange eine Herausforderung vieler Familien. Seit bald drei Wochen aber nervenaufreibende Psycho-Hürden des Familienfriedens. Papa ist unansprechbar, ob in der Firma oder im Home-Office. Mama geht arbeiten, haushaltet und beschult ihren Nachwuchs anstelle der Lehrer, die sich als Tutoren an PC oder Handy selbst übertreffen. Es geht zuhause nicht nur um „Hast du deine Hausi schon gemacht?“ sondern um Hilfestellung für Neues. Also dreht Mama samt den eingesperrten Kindern am Rad.

Der Schulbetrieb ist tatsächlich überflüssig, wenn er durch Home-Learning ersetzbar ist und Mutti zur Hilfslehrerin befördert wird, wo sie ohne Ausgleich bisher staatliche Aufgaben übernehmen soll.

Restaufgabe der Schulen wäre künftig ein Tutorenbetrieb, samt zweiwöchentlichen Wochenendkursen für die Kids. Der Staat könnte Milliarden sparen. Online-Angebote des gesamten Schulstoffs – die es bereits gibt, portioniert in clever gemachte kleine Einheiten – ersetzen schon lange den Klassenunterricht komplett. In der Schule kommt ohnehin jeder Schüler pro Stunde höchstens einmal „dran“. Online aber immer wann er will. Mit beliebiger Wiederholung und Super-Aufgaben zur Vertiefung. Das Gemeinsame und Miteinander könnte im Sport, Theater, Chor, Orchester und in Projekten angeboten werden.

Das Home-Schooling wird am 20. April nicht beendet sein. Ab da sollten Sommerferien beginnen. Und ab Mitte Juli ein neues Großschuljahr. Mit drei Trimestern statt zweier Halbjahre. Der Unterrichts-„Stoff“ (welch blödsinnige Herabwürdigung von Bildung!) lässt sich zwischen den Jahrgangsstufen beliebig verschieben. Und während dieser Zeit gehört der Schulbetrieb radikal reformiert. Stichwort Online. Nicht reden – nachdenken und mutig entscheiden. Wenn nur die da oben mitmachen würden?

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