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Der „Ochsen“ prägt unser Ortsbild

13.05.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Renate Feuchter, Frickenhausen. Zum Leserbrief„Ochsen ist eine Herzenssache“ vom 7. Mai. Auch ich war bei der Besichtigung des „Ochsen“ dabei und zähle mich zu den Bürgern von Frickenhausen, die Interesse am Ortsbild und dem Erhalt von älteren und historischen Gebäuden haben. Man musste beim „Ochsen“ nicht genau hinsehen um zu erkennen, dass über die Jahre des Leerstehens Raubbau an ihm getrieben wurde. Und wenn man ehrlich ist – so präsentiert man kein Gebäude an dem einem was liegt, das als Wahrzeichen zum Ortsbild gehört und mit der Geschichte des Ortes verbunden ist! Kein Wunder, dass sich die ältere Generation an Kriegszeiten erinnerte. Für sie ist der „Ochsen“ ein unüberwindbares Hindernis mit tiefen Finanzlöchern. Wobei die Gemeindeverwaltung doch ganz andere Möglichkeiten hat, an Zuschüsse zu kommen.

Bei der anschließenden Gemeinderatssitzung wurden bereits Möglichkeiten für eine Neugestaltung des Platzes mit und ohne Ochsen vorgestellt. Zwei Variationen wiesen einen noch längeren Bau entlang der Hauptstraße auf, der quasi als „Prellbock“ zwischen dem dahinterliegenden Querbau und der Hauptstraße dienen soll. Und darin betreutes Wohnen – bei dem Verkehrslärm! Es gibt doch sicherlich noch andere Verwendungsmöglichkeiten für den „Ochsen“. Oder sind die nicht so rentabel und prestigebezogen? Auch ich könnte mir im Ochsen ein kleines Heimatmuseum vorstellen. Wie viele verborgene Schätze schlummern im Rathausarchiv vor sich hin und warten darauf aus dem Dornröschenschlaf erweckt zu werden. Der Vorschlag wurde von einem Gemeinderatsmitglied in einer der zurückliegenden Sitzungen vorgebracht, wurde aber mit den Worten „da geht eh’ keiner hin“ abgeschmettert. Als Beispiel dient mir das Stadtmuseum Nürtingen. Auch hier wurde ein altes Gebäude aufwendig renoviert. Es hat sogar einen Aufzug. Wie viele Schlecht-Wetter-Tage habe ich mit meinen Tageskindern dort schon verbracht! Kombiniert werden könnte das Museum mit einer kleinen Tee- oder Weinstube. Denkbar ist, dass dort auch unsere ortsansässigen Hobbykünstler ihre Exponate ausstellen. So fände eine rege Nutzung statt, wie zum Beispiel im Haus der Familie in Nürtingen. Dort werden trotz schiefer Wände nicht nur für uns Tagesmütter Kurse angeboten, sondern auch Mutter-Kind-Turnen und anderes mehr. Das Gebäude wird mit all seinen „Ecken und Kanten“ rege genutzt.

Im Ochsen könnte auch die Verwaltung der betreuten Wohnungen angesiedelt werden. Vielleicht wären die Bürger von Frickenhausen nicht so negativ eingestellt, wenn uns die letzten Neubausünden nicht so sensibilisiert hätten. Zum Beispiel die „Schuhschachtel“ Hauptstraße 35! Dann doch lieber unseren geschätzten „Ochsen“, krumm und schief als eine weitere Fehlplanung!

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