Leserbriefe

Der andere Blick auf den Paragrafen 219a

14.12.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Simon Kromer, Wendlingen. Zum Artikel „Abtreibungsinfos ja, Werbung nein“ vom 11. Dezember. Es ist doch völlig egal, ob Paragraf 219a, der Ärzten die Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verbietet, nun verändert oder abgeschafft wird. Der darauf folgende Zynismus mit Slogans wie „Alles raus, was keine Miete zahlt!“ (oder was darf ich mir da eigentlich genau vorstellen?) würde doch nur ein Bewusstsein schaffen für das, was man mit einer Abtreibung eigentlich tut. So hinterfragt man das Ganze vielleicht auch mal, anstatt es verschämt hinter verschlossenen Türen unter den Teppich zu kehren.

Die SPD soll sich da ruhig radikal einbringen und mehr als eine bloße Liste von Ärzten fordern, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Viel interessanter ist hingegen, was ihre Jugendorganisation möchte. Das zeigt nämlich viel anschaulicher, wohin die Reise gehen soll. Am 1. Dezember wurde mehrheitlich auf dem Juso-Bundeskongress beschlossen, nicht nur diesen Paragrafen, sondern 218 gleich mit abzuschaffen. Ja, genau. Frauen sollen dann das Recht haben, ihr Kind jederzeit abzutreiben, auch im neunten Monat noch. Nicht nur, um das Leben der Mutter zu retten. Nicht nur, wenn das Kind körperlich und geistig zu entstellt wäre, um ein richtiges Leben zu führen. Nicht nur aus irgendwelchen schwerwiegenden, menschlich nachvollziehbaren Gründen. Nein, einfach nur so, weil die neue Wohnung halt doch zu klein für einen neuen Mitbewohner oder die schöne antike Vase vielleicht doch zu sehr gefährdet ist, wenn so ein Säugling durch die Gegend zuckelt. Da frage ich mich schon, warum solche Neuigkeiten eigentlich nicht medial im großen Stil thematisiert werden.

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