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Demonstrationen und unzufriedene Egoisten

15.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rolf Reusch, Wendlingen. Da treffen sich doch tatsächlich einige Tausend Mitbürgerinnen und Mitbürger, um gegen die Auswirkungen (welche auch immer, kann man sich ja aussuchen) der Corona-Pandemie und für ihre guten Menschenrechte zu demonstrieren. Ja, das Demonstrationsrecht in unserem Land ist ein hohes Gut und muss verteidigt werden.

Ich frage mich nur, ob diese Menschen überhaupt begriffen haben, was unsere Verantwortlichen in der Bundes- und Landesregierung, in den Kommunen und Verwaltungen in den letzten Monaten für einen guten Job geleistet haben. Abläufe vorzugeben, für die es weltweit keine Blaupausen gibt. Entscheidungen für ein ganzes Land zu treffen, die für uns alle harte Konsequenzen haben und die natürlich national wie international beachtet und hinterfragt werden. Ist den Demonstranten klar, was unser Gesundheitswesen für Leistungen abgeliefert hat und täglich weiter abliefert?

All die Ärzte, Krankenhaus-, Alten- und Behindertenpfleger gingen nicht nur erhebliche Ansteckungsrisiken ein, sondern gingen und gehen bis heute, wenn nötig, an ihre persönlichen Grenzen. An dieser Stelle möchte ich all denen von Herzen danken, die diese Pandemie ernst genommen haben, auch unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die uns maskengeschützt mit Abstand begegnen. All denen, die sich um andere gesorgt, gekümmert und oft mit Rat und Tat unterstützt haben. All denen, die ihren Berufen nachgehen mussten und das Rad am Laufen gehalten haben.

Den Demonstranten möchte ich sagen, wir leben Gott sei Dank in einem der besten Länder dieser Erde, mit fleißigen, gewissenhaften Menschen und demokratischen Politikern, die es steuern. Zu unserer Freiheit gehört nicht nur, noch so absurde Demonstrationen zu besuchen, sondern sich auch objektiv zu informieren.

Ein Blick über die Grenzen könnte Gewissheit bringen, dass wir es hier sehr gut haben und es sich lohnt darum zu kämpfen, dass es so bleibt. Ansonsten: unzufriedene Egoisten werden anderswo dringend gesucht.

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