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CDU mangelt es an ÖPNV-Kompetenz

26.06.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Rauscher, NT-Roßdorf. Zum Artikel „Ausfälle und Verspätungen“ vom 23. Juni. Die CDU Nürtingen empört sich über die Situation am Nürtinger Bahnhof und vor allem über den baden-württembergischen Verkehrsminister, der diese schlechte und ungenügende Situation verursacht haben soll, weil er „mehr den Preis und weniger die Leistung in den Blick genommen habe“. Dies gelte vor allem für das abgeschaffte Reisezentrum am Bahnhof. Dies ist für den ÖPNV tatsächlich eine äußerst negative Entwicklung und schadet Nürtingen und schadet den ÖPNV-Nutzern! Allerdings benötigt die CDU Nürtingen eine deutliche Kompetenzsteigerung bei Fragen des ÖPNV. Im schienengebundenen öffentlichen Verkehr gibt es drei Akteure: einen Aufgabenträger, ein Verkehrsunternehmen und einen Zuständigen für die Bahninfrastruktur (Schienen, Bahnhöfe und so weiter). Aufgabenträger ist das Land, das nach den gesetzlichen Vorschriften die Bahnlinie ausgeschrieben hat und das die Fahrpläne bestellt und teilweise finanziert. Bei dieser Ausschreibung hat das Verkehrsunternehmen Abellio den Zuschlag erhalten.

Abellio fährt nun mit seinen Zügen auf der Strecke Tübingen–Stuttgart und weiter. Für die Infrastruktur ist die Bahntochter DB Netz verantwortlich, sie betreibt die Schienen und die Bahnhöfe. Das Verkehrsunternehmen Abellio bezahlt Geld für die Nutzung der Schienen und Infrastruktur und für den Bahnhof an DB Netz. Dieser Bahnhof ist DB Netz besonders viel wert, denn durch den Halt von zwei IC in Nürtingen gilt dieser Bahnhof als Fernbahnhof.

Der Ansprechpartner ist also die DB und der verantwortliche Minister heißt Scheuer (CSU). Dieser wäre nun der Ansprechpartner der CDU Nürtingen, er und die DB müssen dafür Sorge tragen, dass in Nürtingen wieder ein Reisezentrum eingerichtet wird!

Aber die CDU Nürtingen und ihr Vorsitzender Kunzmann haben sich schon häufig geirrt. Ein Beispiel: Ein Hauptargument für diese war, dass mit Stuttgart 21 die RE-Züge durchgebunden werden könnten, was bei einem Kopfbahnhof nicht möglich sei. Nun fahren die Abellio-Züge durchgebunden über den Stuttgarter Kopfbahnhof.

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