Leserbriefe

Bürger entscheiden über das Vertrauen

23.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Erich Besemer, Nürtingen. Zum Leserbrief „Roter Eintrag und Ausschluss?“ vom 7. Mai. Flugs kam Peter der I. herbeigeeilt, um seinem Kollegen, dem Realschullehrer Peter Rauscher (Platzhirsch der Grünen im Gemeinderat Nürtingens), beizustehen, dem wieder einmal Unrecht getan wurde im Gremium, und zwar nicht von den „Jungen Bürgern“ unserer Stadt, also praktisch von der eigenen Familie – denn die fordern ja im Wahlkampf „Jungwild statt Platzhirsche“ – nein, oh, nein – denn die Partei der „Jungen Bürger“ steht ja unverbrüchlich an seiner Seite, und es wäre sicher ehrlicher und redlicher, wenn sie sich „Junge Grüne“ nennen würden anstatt „Junge Bürger“. Denn „Grüne Junge Bürger“ wäre auf jeden Fall ehrlicher und klarer. Aber, oh nein, oh, nein! Peter der II. wird von den freien Bürgern unserer Stadt (UFB), den „Unabhängigen Freien Bürgern“ vorgeführt.

Peter der I. also, gleich Peter Liewald, ehemaliger wortgewaltiger Stadtrat der Grünen im Gemeinderat, eilte herbei und beklagte in seinem Leserbrief, dass einer der wenigen aufrechten Oppositionellen mundtot gemacht werden soll. Wie edel, dass Peter Liewald dem Oberbürgermeister die Rolle des Oberlehrers ersparen will. Doch keine Sorge: In Kürze ist Gemeinderatswahl. Die Bürger entscheiden, und zwar alle Wahlberechtigten, ob der Platzhirsch Peter Rauscher weiterhin ihr Vertrauen verdient oder die Rote Karte gezeigt bekommt und ob sich die Grünen weiterhin auf die Schönwetter-Unterschriftensammlung berufen können. Ich rate eindringlich, zur Wahl zu gehen, um klare Verhältnisse zu schaffen. Übrigens ist in der Bilanz der „Jungen Bürger“ eines – absichtlich oder unbeabsichtigt – vergessen worden, nämlich der Reiner-Pavillon. Unvollendet und unfinanziert steht das Werk der „Jungen Bürger“ zu Füßen des Galgenbergs. Die Restfinanzierung von 38 000 Euro soll nun die Stadt übernehmen. Das ist praktizierte „Junge-Bürger“-Initiative. Der Wähler merke sich: „An ihren Werken sollt ihr sie erkennen, nicht an ihren Worten“.

Leserbriefe

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