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Leserbriefe

Brot und Spiele und die Politik

18.09.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Joachim Löther, Frickenhausen. Brot und Spiele. Mit diesem Vorgehen wurde schon im alten Rom versucht von den wirklich wichtigen Themen mit bekanntem Ergebnis abzulenken. Rom ging unter und das Gleiche wird auch uns blühen, wenn man nicht bald die Notbremse zieht.

Es ist doch seit wenigen Jahren so, dass nun Weltmeisterschaften, Olympische Spiele und andere Großveranstaltungen sportlicher Natur seitens bestimmter Medien größer aufgebauscht werden. Großleinwände ersetzen die Arena und man darf sogar wieder die deutsche Flagge ans Auto hängen, ohne dass jemand die Nase rümpft. Dass aber wichtige politische Entscheidungen gerade in diesen Zeiträumen in Berlin beschlossen wurden, die sonst zu großen öffentlichen Diskussionen geführt hätten, das fällt schon auf. Geht halt schön unter in der Euphorie um den berühmten Ball. Sogar die Kanzlerin sah man im Stadion, richtig volksnah.

Dass Politiker und Parteien mit kleinen subjektiven Zugeständnissen gegenüber dem Bürger und Steuerzahler unangenehme und meist zuvor schon beschlossene Gesetzestexte und Verträge unterjubeln und das dann auch noch den Bürgern als Erfolg verkaufen wollen, das ist schon frech. Da lässt sich in Berlin einer feiern, der das finanzielle Fiasko unseres Landes mit verursacht hat. Mogelpackung, die er vermutlich noch nicht mal selbst glaubt.

Seit vielen Jahren steigt der Schuldenberg stetig an. Die in Berlin wissen doch gar nicht, was es heißt, mit den heutigen normalen Einkünften eine Familie durchzubringen. Leiharbeitsfirmen, die moderne Sklaverei betreiben, werden protegiert und Arbeitssuchende zuerst an Leihfirmen vermittelt. Dass genau diese Menschen aber sofort wieder entlassen werden, wenn es mal nicht so klappt, zeigt die soziale Kompetenz der Unternehmen.

Wird ein Mensch an vernünftige Stellen vermittelt und verdient ein faires Einkommen, kann und wird er auch Steuern zahlen können. Es ist keinem gedient, wenn nur Mindestlöhner über Leihfirmen erzeugt werden, die dann noch bezuschusst werden müssen. Das genau wurde von der aktuellen Regierung ermöglicht und gefördert. Die Geister, die ich rief . . .

Leserbriefe

Nawalny und das russische Volk

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Der besondere Blick auf Putin“ vom 11. Januar. Ei, was ist er doch für ein Tausendsassa, der „gute Russe Nawalny“. Russische „Gönner“ bezahlen seine Behandlung in Berlin. Welcher Art die wohl sind? 30 000 Dollar investiert er (woher kommt das…

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