Leserbriefe

Belastung für Bürger vermeiden

16.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lars Schmid, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Nur ein Tunnel scheint die Lösung“ vom 14. Mai. Zunächst einmal begrüße ich es, dass man sich bezüglich der sehr belastenden Verkehrssituation in Neckarhausen endlich einmal konkretere Gedanken macht. Seit Jahren wundert es mich schon, weshalb die Anrainer der Durchgangsstraße nicht schon längst auf die Barrikaden gegangen sind (über eine Ortsumfahrung für Reudern und Oberensingen wird schon seit vielen Jahren diskutiert, obwohl diese Teilgemeinden sicher nicht annähernd demselben Schwerlastverkehr und allgemeinen Verkehrsaufkommen ausgesetzt sind wie der Teilort Neckarhausen).

Als Anwohner macht man sich schon des Öfteren selber seine Gedanken, wie ein Teilort aus der Verkehrsmisere geführt werden könnte. Die aktuell veröffentlichten Planungen beunruhigen mich allerdings in hohem Maße. Hier wird nun ein Konzept angestrebt, das zwar den Kernort deutlich entlastet, die Belastung aber an Teile des Ortsrandes überträgt. Hat jemand schon darüber nachgedacht, wie ein solcher Tunnel entlüftet wird? Werden die Abgase (wie zum Beispiel in Beuren mitten im Ort) über hochstehende Rohre ins Freie geführt? Wo soll sich denn überhaupt der Tunneleingang befinden? Etwa direkt am Ortsrand, was bedeuten würde, die Lärm- und Abgasbelastung träfe die ersten Häuserreihen immer noch direkt? Oder bereits an der Abzweigung von der alten Straßenführung? Wird bei der Tunnelplanung an eventuelle Siedlungserweiterungen gedacht, bei denen dann wieder entlang der Straße gebaut werden würde? Warum muss ein solcher Tunnel überhaupt so weit oben durch den Ort laufen?

In Neckartailfingen sieht man doch, dass eine Tunnelführung direkt im Tal auch möglich ist. Hier könnte man sich doch sogar den alten Straßenverlauf Neckarhausens zunutze machen. Und schließlich: Wäre nicht eine komplette Umgehungsstraße, beginnend an der B 312 zwischen Neckartenzlingen und Neckartailfingen, direkt an der Bahntrasse entlangführend bis zur neuen Neckarbrücke, sinnvoller? Es bleibt nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen hier die notwendige Sensibilität walten lassen und die Situation nicht verschlimmbessern. Die Belastung für die Bürger muss vermieden werden, nicht nur verlagert!

Leserbriefe

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