Schwerpunkte

Leserbriefe

Bauleiter ist weg – Probleme blieben

10.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Tiefbahnhof hat zwei Jahre Verspätung“ vom 6. März. Der Kommentar „Mangelhaft“ von Michael Deufel hat deutlich gemacht, dass der neue Projektleiter Stefan Penn in der Pressekonferenz wohl nur mangelhaft antworten konnte. Dabei ist dies erst der Anfang, denn bisher bestanden die Arbeiten ja nur aus der Zerstörung der Bahnhofsflügel und der Bäume im Schlosspark.

Die einzig wirklichen Bauarbeiten wurden am Grundwassermanagement begonnen und wieder gestoppt, weil keine Genehmigung vorliegt. Wenn für das Problem Wasserhaltung keine Lösung mit endgültiger Genehmigung gefunden wird, kann der Bahnhofstrog und damit S 21 nicht gebaut werden. Die Aufgabe für Stefan Penn ist aber noch viel schwerer: Sein Vorgänger Hany Azer musste gehen, weil er eine Liste mit 121 Mängeln aufgeschrieben hat, die immer noch geheim gehalten wird. Der Bauleiter Azer ist jetzt weg, aber die 121 Probleme sind noch da und jetzt nur eins von ganz vielen Themen für den neuen Projektleiter. Nun sollen wieder einmal Aufträge vergeben werden, die schon vor der Pseudo-Volksabstimmung so dringend waren. Andere Aufträge wurden schon wieder zurückgenommen und die ungelösten Probleme der Planung im Flughafen-Filderabschnitt werden immer größer.

Irgendwann im Jahr 2022 gibt es dann vielleicht einen kleinen, schrägen Bahnhof mit acht Gleisen im Tunnel. Dann muss sich zeigen, ob er den bis dahin immer noch notwendigen Kopfbahnhof mit 16 Gleisen ersetzen kann, der sich schon seit so vielen Jahrzehnten bewährt hat. Wenn der Kopfbahnhof dann sowieso bleiben muss, wird allerdings mancher fragen, warum S 21 überhaupt gebaut wurde.

Vielleicht schafft die Regierung schon vorher Klarheit, weil jetzt ein Stresstest-Software-Fehler aufgedeckt wurde und daher der Mehr-Nutzen für den Bahnverkehr auch rechnerisch nicht mehr da ist. Damit entfällt die Grundlage für jede Legitimation, auch jedes Baurecht und die Rechtfertigung für die Ausgabe von fünf und mehr Milliarden Steuergeldern. Lassen wir uns überraschen, wann und ob gehandelt wird.

Leserbriefe

Gastfreundschaft wird schamlos missbraucht

Bernd Hummel, Nürtingen. Köln, Hamburg, Berlin, Stuttgart. Aktuell zeigen asylsuchende Syrer, Libyer, Afghanen oder Iraker wieder Flagge (Heimatflaggen) inclusive dem Halbmond, um auf sich aufmerksam zu machen. Respekt als Gast sieht anders aus. Aber wozu auch Respekt? In Deutschland ist alles…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe