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Bahn, Bürger und Neubauten

14.07.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Müller, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Wer die beste Infrastruktur hat, überlebt“ vom 8. Juli. Jetzt wird laut Bahn-Vorstand Volker Kefer am 5. August mit dem Ausbaggern der Baugrube für den „bestgeplanten“ Bahnhof im Stuttgarter Schlossgarten begonnen.

Zunächst allerdings wird mit der Baugrube Nummer 16 begonnen werden. Dafür gibt es wohl eine Baugenehmigung. Allerdings ist über das Grundwasser-Management noch nicht endgültig entschieden und auch der Nesenbach-Düker ist nicht geklärt.

Auf den Fildern wird die große Bohrmaschine von Herrn Herrenknecht bei einer Feierstunde mit Tunnelpatin Tülay Schmid feierlich getauft. Im Schlossgarten ist kein Festakt vorgesehen. Man befürchtet wohl Protestaktionen. Die Bahn verfährt wie schon bisher, indem man Fakten schafft, um das Projekt unumkehrbar zu machen.

Für den Normalbürger gibt es keine Möglichkeit, einen Bau zu beginnen, ohne dass vorher genehmigte Pläne vorliegen und die Finanzierung gesichert ist. Die in der Zeitung veröffentlichten Kommentare einiger Besucher der Veranstaltung mit ausschließlich positiven Äußerungen sind wohl handverlesen.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wer Stuttgart 21 und die Neubaustrecke nach Ulm befürwortet und gut für die Zukunft hält, absolut uninformiert ist über die Risiken und Nachteile auch für die Zukunft für den gesamtem Eisenbahnverkehr in unserer Region. Man muss sich nur mal ausdenken, was passiert, wenn in den 60 Kilometer langen Tunnels ein Zug stecken bleibt. Dann wird der gesamte Verkehr rund um Stuttgart zusammenbrechen. Es wird nicht wie bisher die Möglichkeit geben, über den oberirdischen Bahnhof auszuweichen.

Im Übrigen ist ja, wie kürzlich in unserer Zeitung dargestellt, der Scheitelpunkt der Neubaustrecke wesentlich höher als bei der Geislinger Steige, die schon bisher als Bremsklotz für die Bahn Richtung Ulm galt, weil Güterzüge dort eine zusätzliche Schublok brauchen. Auch ein ICE dürfte bei dieser Steigung sicherlich nicht seine Höchstgeschwindigkeit erreichen (bergab wohl schon)!

Ich werde den neuen Keller-Bahnhof nicht mehr erleben. Mir tun nur unsere Kinder und Enkel leid, die dann damit leben müssen.

Leserbriefe

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