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Autofahrer und Fäkalsprache

12.07.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Hoffmann, Wolfschlugen. Bedingt durch Baumaßnahmen in Wolfschlugen wird der Verkehr auch durch enge Straßen geleitet. Dies ist meist unumgänglich und wird von den betroffenen Anliegern auch verstanden.

Auch der Waldweg in Wolfschlugen wird in diese Maßnahme eingebunden – ein Weg, keinerlei Gehwege und mit knappen vier Metern nicht unbedingt als Straße erkennbar.

An der Einmündung Klingenstraße/Waldweg steht ein Schild: „Durchfahrt verboten, frei für Anlieger“. Der Verkehr von der Einmündung Nürtinger Straße/Waldweg wird durch das Schild „Umleitung“ in entgegengesetzter Richtung durch den Waldweg geführt.

Es ist unglaublich, in welch kurzer Zeit die Anlieger von einem Dutzend auf Hunderte angestiegen sind. Die durchfahrenden Fahrzeuge sind anschließend auf dem nahe gelegenen Einkaufsmarkt oder an der Tankstelle anzutreffen.

Das Tempo-30-Schild und das Schild „Verbot der Durchfahrt für Fahrzeuge mit mehr als 2,8 Tonnen“ hat für den Durchgangsverkehr noch nie eine Bedeutung gehabt.

All das ist zwar ärgerlich, aber es kommt noch schlimmer. Ich habe mich mehrmals auf die „Straße“ gestellt und somit die Fahrer gestoppt und in höflichem Ton gefragt, wieso sie sich zu den Anliegern zählen.

Einige haben keine Antwort gegeben und sind einfach weitergefahren, einige erklärten mir, sie hätten das Schild nicht gesehen. Und der Großteil bediente sich leider der Fäkalsprache. Es ist traurig, dass man anscheinend niemanden mehr auf seine Fehler aufmerksam machen darf, ohne sofort beleidigt zu werden.

Mir geht es hier nicht um das Ignorieren der Beschilderung, sondern um das Ausmaß der Verrohung der Kommunikation untereinander. Dabei habe ich festgestellt, dass es egal ist, ob Mann oder Frau, alt oder jung, großes Auto oder kleines, man wird sofort geduzt, gefragt, ob man nichts Besseres zu tun hat und mit dem „ausgestreckten Finger“ aufgefordert, doch Anzeige zu erstatten.

Es ist traurig, dass man tatsächlich nicht mehr höflich miteinander umgehen kann. Ich bin gespannt, ob diese „Anlieger“ auch in den Wintermonaten ihrer Räum- und Streupflicht nachkommen. Dies würde meinen Glauben an die Freundlichkeit untereinander wieder etwas stärken.

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