Leserbriefe

Außer Spesen nichts gewesen

24.01.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Heinrich Brinker, Kirchheim. Man reibt sich schon die Augen, wenn man die mediale Inszenierung und das Ergebnis der bisherigen Koalitionsverhandlung von Jamaika und GroKo betrachtet. Viele schöne Bilder, aber von Wende keine Spur. Es bleibt alles beim Alten: der Rüstungsetat steigt, die Rüstungsexporte boomen, die Reichen zahlen weniger Steuern, die private Krankenversicherung bleibt, die Hartz-IV-Betroffenen werden drangsaliert, die Renten privatisiert und gesenkt, mehr Alleinerziehende und ihre Kinder leben in Armut, Millionen Arbeitsverträge sind befristet, die Leiharbeit nimmt zu, die Autoindustrie ignoriert die Klimaziele, Autobahnen und Schulen privatisiert. Dabei wird den Menschen eingetrichtert, dass alles zu ihrem Nutzen sein soll. Am Beispiel der Abschaffung des Solidaritätszuschlags wird das am deutlichsten: Es wird so getan als ob alle profitieren. Dabei ist dies eine Steuerentlastung, die den Reichen richtig Geld bringt und 50 Prozent der Bevölkerung überhaupt nichts.

Im Klartext heißt das, die gut Verdienenden und insbesondere die Superreichen schenkt man 10 Milliarden Euro pro Jahr. Diejenigen aber, die auf öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser, Nahverkehr und Sozialleistungen angewiesen sind, werden wichtige Leistungen vorenthalten. Irgendwo muss diese Summe ja eingespart werden.

Nach dem Koalitionsspektakel ist eines klar: die Spitzen von CDU, CSU, FDP, Grüne, SPD und mit ihnen die großen Medien stehen für eine Politik, die sich gegen die Mehrheit der Bevölkerung richtet. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass viele Menschen nach diesen Erfahrungen ihr Heil bei der AFD suchen werden.

Leserbriefe

Profitmaximierung statt Naherholung

Harry Nitschko, Wolfschlugen. Zum Artikel „Wildschweine gesucht“ vom 1. Dezember. Es ist sehr begrüßenswert, dass sich viele Gemeinderäte in Wolfschlugen des Themas Waldgebiet Sauhag annehmen und gegenüber der Forstverwaltung auch mal klare Kante zeigen. Es kann ja nicht verwundern, dass sich…

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