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Aufklärung ist gefragt

04.08.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ralf Epple, Kohlberg, Initiative Cycleride. Zum Leserbrief Unschuldige Radfahrer vom 1. August. Frau Bay schreibt eigentlich genau das, was viele Autofahrer denken. Dennoch hätte sie sich besser im Vorfeld informieren sollen, anstatt wieder Öl ins Feuer zwischen Autofahrern und Radfahrern zu gießen. Die Initiative Cycleride bemüht sich bundesweit um praxistaugliche Radverkehrspolitik. Den Mitgliedern und Mitarbeitern ist sehr wohl bewusst, dass es gerade unter Radfahrern sehr viele schwarze Schafe gibt. Aber wir grenzen uns von diesen ausdrücklich ab.

Auf unserer Internetseite (www.cycleride.de) finden sich sogar aufklärende Flyer. Wir wissen, dass jeder einzelne radfahrende Rotlichtsünder oder Geisterradler/Gehwegradler uns noch mehr in ein schlechtes Licht rückt, doch wir selbst versuchen uns, so gut es geht, an die StVO zu halten und ich behaupte mal, dass uns das besser gelingt als den meisten Autofahrern. Wir weisen auch Radfahrerchaoten direkt auf ihr Fehlverhalten hin und plädieren seit Langem dafür (vor allem auch in Nürtingen), dass das Gehwegradeln stärker überwacht wird. Die Antwort vom Nürtinger Polizeirevier ist in etwa, dass es massiv an Personal mangele und dieses Problem im Versäumnis der Eltern der (zumeist jugendlichen) Radfahrer liege.

Ich bin zudem der Meinung, man könnte auch noch die Lehrer dafür verantwortlich machen. Dennoch sollte man bedenken, dass Radfahrer, die sich falsch verhalten, kaum Schaden anrichten können, außer auf Gehwegen natürlich. Gerade die ambitionierten Radfahrer verhalten sich im Regelfall am gesittetsten.

Zur Statistik: Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) gab vor Jahren eine Untersuchung in Auftrag, um die Sicherheit von Radwegen zu belegen. Das Ergebnis hat wohl ziemlich überrascht: In den allermeisten Fällen stellten sich vor allem Bordsteinradwege als weitaus unfallträchtiger heraus als die Fahrbahn. Von diesen Statistiken findet man aber noch viele weitere. Echte Vielradler wissen genau warum. Und sie wissen auch im Gegensatz zu vielen Autofahrern , was ein Radweg ist und wann er benutzt werden muss!

Unfallflucht: Davon lese ich fast täglich in der Zeitung. Nahezu immer ist hier ein Autofahrer geflüchtet auch beim Abschuss eines Radfahrers, wie erst kürzlich die Cabriofahrerin. Werfen wir Radfahrer deshalb alle Autofahrer in eine Pfanne?

Ich hoffe, ich konnte die Leserschaft mit diesen Zeilen weg vom Immer diese Radfahrer hin zum Hier muss etwas getan werden rücken. Deeskalation und Aufklärung sind gefragt! Und genau dabei hilft die Initiative Cycleride gerne.

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